Dwergte/Neuscharrel - Aus vielen niedersächsischen Dörfern und Landkreisen haben sich Bürger beteiligt an der Gründung der Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer Weser-Ems Mitte. Sprecher der neuen Bürgerinitiative ist Matthias Abeln aus Dwergte (Gemeinde Molbergen/Kreis Cloppenburg).
Die Weser-Ems-Region habe sich zunehmend zum Wolfsterritorium entwickelt – zum Leidwesen der Bevölkerung, teilte Abeln zu den Motiven der Gründung mit. Immer wieder berichteten Menschen aus der Weser-Ems-Region über Begegnungen mit dem Wolf, von gerissenen Tieren und ihren daraus resultierenden Ängsten, sagte Abeln. Von Seiten der Politik sei es nicht gelungen, für den Umgang mit dem Raubtier Lösungen zu finden. „Die Bürgerinitiative für wolfsfreie Dörfer Weser-Ems Mitte möchte die Dörfer vernetzen, Informationen sammeln und austauschen“, erläuterte Abeln. Im Netzwerk mit bereits bestehenden Bürgerinitiativen „für wolfsfreie Dörfer“ (vier in Niedersachsen und drei in Schleswig-Holstein) finde bereits ein reger Austausch statt.
Ein Anliegen der Bürgerinitiative sei es, für alle Betroffenen oder verunsicherten Menschen da zu sein, zu helfen sowie gemeinsam Wege zu suchen, wie eine Koexistenz mit Wölfen möglich ist. „Wir möchten unseren Beitrag zum günstigen Erhaltungszustand des Wolfes leisten“, betonte Matthias Abeln. „Unsere Initiative fordert keine Ausrottung der Wölfe!“, sagte er. „Wolfsfreie Dörfer“ steht symbolisch für den Hinweis, dass die großen Beutegreifer den Menschen zu nahe kommen. Die Initiative hat verschiedene Sprecher für die Landkreise benannt.
