EDEWECHT - Die Edewechter Landtagsabgeordnete Sigrid Rakow (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass die grundsätzlichen Auswirkungen des Torfabbaus in einer breit angelegten Umweltprüfung untersucht werden. „Wie in vielen anderen Bereichen ist es auch beim Torfabbau unerlässlich, die möglichen Auswirkungen aller Maßnahmen untersuchen und bewerten zu lassen. Nach meiner Einschätzung wird man so zu ganz anderen Erkenntnissen kommen als wenn man immer wieder Folgen von Einzelmaßnahmen betrachtet“, sagte die Abgeordnete. Damit schließt sich Rakow einer Forderung an, die die im Edewechter Rat vertretenen Parteien und die Gemeindeverwaltung erhoben hatten.
Viele Vorranggebiete
Wie berichtet soll das Raumordnungsprogramm des Landes Niedersachsen überarbeitet werden. Darin ist (bislang) festgelegt, dass ein Fünftel des gesamten Edewechter Gemeindegebietes (20 Quadratkilometer) vorrangig der Rohstoffgewinnung (Torf) zur Verfügung steht. Die vielen kleinen möglichen Torfabbauflächen lägen, so hatte Bürgermeisterin Petra Lausch ausgeführt, vor allem in dicht besiedelten Bereichen, was massive Einwendungen der Anwohner nach sich zöge. Bevor immer mehr Einzelanträge durch den Landkreis Ammerland genehmigt würden, sollten die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Torfabbaus z.B. auf den Wasserhaushalt, auf Wohn- und Wirtschaftsgebäude, auf Straßenkörper, das komplette Landschaftsbild und das Kleinklima in der Gemeinde Edewecht untersucht werden. Diese Forderung hatten Rat und Verwaltung in Edewecht auch schriftlich formuliert und dem für die Überarbeitung des Landesraumordnungsprogramm zuständigen Landwirtschaftsministerium geschickt. In dem Schreiben wurde auch mehr Einfluss der Gemeinde beim Torfabbau gefordert. Kopien hatten die beiden Ammerländer Landtagsabgeordneten Sigrid Rakow (SPD) und Jens Nacke (CDU) erhalten.
