Wildeshausen/Landkreis - Die Stadt Wildeshausen hat sich bereits festgelegt: Die Bürgermeisterwahl soll parallel zur Europawahl am 25. Mai 2014 durchgeführt werden. Ob an diesem Tag auch der künftige Landrat gewählt wird, ist noch offen: Der Kreistag, der an diesem Dienstag um 17 Uhr im Kreishaus in Wildeshausen zusammenkommt, hat dieses Thema nicht auf der Agenda.
Er könne sich auch einen Termin im September vorstellen, sagte Landrat Frank Eger (SPD) der NWZ . Ein Wahltermin – abgekoppelt von der Bürgermeisterwahl – würde der Stellung des Landrates eher gerecht und sei wichtig für das Profil des Landkreises. Eger (53), seit 2001 hauptamtlicher Landrat, sagte der NWZ , er stünde für eine erneute Kandidatur zur Verfügung. Die nächste Wahlperiode geht bis 2021.
Mit Personalien hat sich auch der Kreistag zu befassen: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Susann Kügler (Sandkrug) hat ihr Kreistagsmandat niedergelegt. Der frei werdende Sitz soll auf Michael Grashorn aus Hude übergehen. Der 57-Jährige ist pädagogischer Leiter einer Behinderteneinrichtung und auch Mitglied im Huder Rat. An die Spitze der Grünen-Kreistagsfraktion rückt Gabriele Roggenthien (Vossberg/Dötlingen). Sie soll auch Mitglied im Kreisausschuss und stellvertretende Sprecherin der Gruppe SPD/Grüne werden. Mit Astrid Grotelüschen (CDU) hat der Kreistag zudem wieder eine Bundestagsabgeordnete in seinen Reihen. Auf der „Bank“ der Verwaltung sitzt mit Eva-Maria Langfermann die neue Bau-Dezernentin.
Als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung gilt die Bewertung der Elternbefragung zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) am Standort Harpstedt. Wie Eger sagte, soll dazu der Kreisausschuss, der unmittelbar vor dem Kreistag in nicht-öffentlicher Sitzung zusammenkommt, eine Beschlussempfehlung erarbeiten. Der Schulausschuss hatte Ende Mai empfohlen, einen Antrag auf Einrichtung einer IGS zum Schuljahresbeginn 2014/2015 zu stellen, dies aber bis zur Befragung ausgesetzt.
Laut Umfrage sprachen sich 56,8 Prozent der Harpstedter Eltern für eine IGS aus, aber nur 14,8 % in Dötlingen und nur 9,8 % in Wildeshausen. Die Gemeinde Ganderkesee nahm an der Elternbefragung nicht teil. Die Zahl der Fragebögen-Rückläufer lag deutlich unter der von 2010. So machten in Harpstedt diesmal nur 256 Eltern mit; vor drei Jahren waren es 322.
Laut Eger würden die Zahlen allenfalls für eine dreizügige IGS ausreichen. Im achten Jahr seien laut Prognose nur noch zwei Klassen pro Jahrgang möglich. Er appellierte an die Gremien der Samtgemeinde, in ihre Überlegungen das Verhalten jener 44 % einzubeziehen, die keine IGS wollten. Auch eine „gemeindliche IGS“ sei vorstellbar.
