Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Drogerie-Pleite Ladenschluss bei Schlecker: 13 700 Frauen arbeitslos

dpa

EHINGEN - Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker wird dichtgemacht. Damit werden rund 13 700 Frauen in Deutschland Ende Juni ihren Job verlieren. Die Gläubiger beschlossen das Aus am Freitag in einer Sitzung in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte, dass sich die Bundesarbeitsagentur rasch um die betroffenen Mitarbeiter kümmern werde. „Wir müssen die Entscheidung zur Kenntnis nehmen, die die Gläubiger gefällt haben“, sagte Merkel. Gewerkschaft und Betriebsräte protestierten indes vor dem Bundeskanzleramt.

In Niedersachsen sind nach Gewerkschaftsangaben 259 Filialen mit etwa 1000 Beschäftigten betroffen. Im Oldenburger Land und Ostfriesland hatten zuletzt noch rund 80 Schlecker-Filialen geöffnet. „Wir erwarten jetzt, dass der Ministerpräsident es nicht wieder zulässt, dass sein FDP-Wirtschaftsminister jegliche Unterstützung verweigert“, erklärte Verdi-Fachbereichsleiter Heiner Schilling. Wirtschaftsminister Bode habe eine Bürgschaft für eine Transfergesellschaft verhindert. Dadurch seien mögliche Investoren abgeschreckt worden. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz erklärte, die Angebote seien nicht akzeptabel gewesen, weil sie deutlich unter einer Zerschlagung gelegen hätten.

Der Niedersächsische Städtetag wies darauf hin, dass die Schlecker-Pleite vor allem auf dem Land die Basisversorgung verschlechtere. „Die Lage der kleinen Kommunen wird nicht leichter“, sagte Hauptgeschäftsführer Heiger Scholz der

NWZ

.

Bis zuletzt hatten Schlecker-Mitarbeiter auf einen Retter gehofft, vor allem auf Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen. Der war in der Nacht zum Freitag abgesprungen.

 @ Ein Spezial unter:

http://www.NWZonline.de/schlecker-insolvenz

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven