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Eichel setzt Hoffnung in neuen Geldbaum

Das Leben des Finanzministers, so stellt es sich der Laie vor, ist geprägt von europäischen Defizitstrafverfahren und bösen Anwürfen durch die Opposition. Weniger bekannt ist, dass in Eichels Zuständigkeit auch so schöne Dinge fallen wie die Vorstellung neuer Briefmarken. Unlängst geschah dies im Botanischen Garten Berlins, da auf den Dauermarken der Post künftig Blumen zu sehen sind. Und so schwärmte der Minister wortreich über die „Schönheiten der Natur“– und wurde am Ende selbst mit einer beschenkt. Umsichtig hatte der Direktor des Botanischen Gartens, Werner Greuter, für Eichel einen Geldbaum ausgesucht – dämpfte zu hohe Erwartungen allerdings: „Solche Pflanzen wachsen selbst bei bester Pflege nicht in den Himmel.“ Das dürfte Eichel vertraut vorkommen.

Wenn die Prominenz sich auf einer Gala trifft, ist es am wichtigsten, wer wo und neben wem sitzt. Erste Reihe im Parkett oder erster Rang, das ist nicht nur ein Höhenunterschied. So geschehen und gesehen bei der Amtseinführung des neuen BDI-Chefs Jürgen Thumann. In der ersten Reihe saßen neben dem scheidenden BDI-Chef Michael Rogowski und Thumann Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Oppositionschefin Angela Merkel. Dort herrschte durchaus gute Laune. Dagegen gab es im ersten Rang dicke Luft, weil Otto Schily, der Bundesinnenminister, sich falsch platziert fühlte. So kennt man Schily. Den Kanzler lässt er gerade noch vor, aber dann . . .

Immer Ärger mit Thierse: Der Bundestagspräsident hatte sich den Zorn der Bundeswehr-Reservisten zugezogen, weil er dem Verband kein großes Picknick vor dem Reichstag gönnen wollte. Die Soldaten im Wartestand wollten dort vor dem hohen Haus zu einem „parlamentarischen Tag“ einladen. Parlamentspräsident Thierse witterte wohl störenden Lärm und Würstchengeruch, wollte die Truppe zum Verteidigungsministerium abschieben. Die Union, die das Anliegen der Soldaten vorgetragen hatte, ließ nicht locker, rief den Ältestenrat an, dem auch Thierse angehört. Jetzt dürfen die Reservisten zumindest eine Gulaschkanone vor dem Parlament aufbauen.

Christina Wandt,

Alfons Pieper, Andreas Herholz

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