Dötlingen - Man muss zwei Schritte nach unten gehen, dann steht man drin: Im neuen Senkgarten der Familie Lenz. Sitz man dort, dauert es nicht lange und ungewöhnliche Tierlaute sind zu hören. Kängurus, Alpakas oder Lamas könnten es sein, denn im Privatgehege von Horst und Verona Lenz leben einige exotische Tierarten.
„Mit den Tieren haben wir schon viel erreicht. Doch nun soll der Schwerpunkt auf den Gartenbereich gelegt werden“, sagt Horst Lenz. Und der neue Senkgarten lädt dazu ein. Durch ein blumengedecktes Tor führt ein mit Kieselstein gefüllter Rundgang durch die Gartenanlage – Sitzecken laden zum Verweilen ein.
Neben dem neuen Senkgarten sticht eine neue Teichanlage hervor. Diese besteht aus zwei Teichen, die durch eine kleine Halbinsel getrennt sind, auf die eine Brücke führt. In den Teichen schwimmen die nächsten exotischen Tiere. Über zehn Koi-Karpfen bevölkern die neue Anlage. Direkt nebenan wohnt der in Dötlingen bekannte Fuchs der Familie, der auch zusammen mit den Hunden von Horst und Verona Lenz in einem Körbchen schläft, doch zu dieser Jahreszeit sich auch oft in seinem Bau versteckt.
Seit 1996 arbeitet Familie Lenz an ihrem Tiergehege und dem Garten rund um ihr Fachwerkhaus. In diesen 18 Jahren lebten schon Emus, Ziegen, Lamas, Alpakas, Rehe, Kronenkraniche, Pfauen, Fasane, Papageien, Kängurus, Esel, Appaloosas, indische Laufenten, Störche, Mufflons und Tragopane auf 20 000 Quadratmeter Fläche – ohne Einberechnung des Gartens. Die neuesten Bewohner sind Kängurus, auf die Horst Lenz zwei Jahre warten musste. „Diese großen Kängurus sind wohl die einzigen ihrer Art, die man in Norddeutschland finden kann“, sagt Lenz stolz. Und der nächste Coup ist schon in Vorbereitung: Eine Wattvogelanlage. „Wir wollen die Nordsee nach Dötlingen holen. Durch einen See mit Strand und Wasserlauf soll eine Wattlandschaft konstruiert werden, bewohnt von typischen Vögeln der Region“, verrät Verona Lenz.
Bis dahin bleibt der neue Garten mitsamt dem Tiergehege der Blickfang. Dieser öffnet am Sonntag, 29. Juni, von 11 bis 18 Uhr. „Wir freuen uns auf alle interessierten Besucher und Gartenfreunde, denn was Vergleichbares findet man in der Region wohl nicht“, fügt Horst Lenz hinzu.
