„Leitung unterirdisch mit Unterbrechung“; NWZ vom 7. April zur Stromtrasse Ganderkesee-St. Hülfe

Nicht erstaunt und völlig unüberrascht haben wir betroffenen Bürger vor Ort zur Kenntnis genommen, was schon seit langer Zeit als eine abgekartete Übereinstimmung zwischen dem Antragssteller der Trasse, den politischen Vertretern der Landesregierung in Hannover sowie der Baubehörde in Oldenburg den Anschein erweckte: Nämlich, dass eine bürger- und umweltverträglichere umfängliche Untererdverlegung Macht, Geld und Position unterworfen wird.

Dieses enttäuschende Ergebnis (lediglich runde 30 Prozent Erdkabel) ist ganz klar ein mangelhaftes Zeugnis der beiden Regierungsparteien in Hannover, SPD und Grüne, die vor der letzten Wahl in die Regierungsverantwortung stets eine komplette Erdverkabelung propagierten, und durchaus auch deshalb unsere Stimmen bekamen. Gerade die grünen Landesvertreter stehen denkbar schlecht da, wenn deren Mann noch vor sieben Monaten vor Ort im Raume Harpstedt erschien, jedoch nicht adäquat vorbereitet war, und auch nicht entsprechend von den Sorgen der Bürger wusste, wohl aber über die Gesetzeslage. Doch schon dort vor Ort war mir klar, dass die Würfel längst gefallen waren. (...)

Fakt ist: Wir liegen jetzt deutlich unter den Ansprüchen des damaligen Ministerpräsidenten Wulff, der mit dem von ihm kreierten Erdkabelgesetz runde 50 Prozent der Leitung einbuddeln wollte. Doch auch das – daran sei erinnert – erst nach massivsten Protesten, denn Vertreter seiner eigenen Partei (CDU Ganderkesee) hatten uns Bürger 18 Monate lang erst gar nicht vor Ort besucht, um den Brandherd in Meierhafe erläutert zu bekommen. (...)

Zwölf Jahre lang Planungsverfahren für dieses enttäuschende Keller-Ergebnis sind ein exorbitantes politisches Armutszeugnis der Arbeit von CDU, SPD und Grünen auf Kosten der Steuerzahler. (...)

Gerd von Seggern 27777 Ganderkesee