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NWZonline.de Nachrichten Politik

Ein Wort zählt schon als Erfolg

09.07.2005

GLENEAGLES

Zzt. Gleneagles GLENEAGLES - Der Union Jack, die britische Flagge, hängt auf Halbmast: Tony Blair am blauen Rednerpult vor dem Schloss-Hotel von Gleneagles trägt einen schwarzen Anzug – so wie George W. Bush, Gerhard Schröder und fast alle Staats- und Regierungschefs, die hinter ihm auf den Treppenstufen aufgereiht sind. „Wir sprechen heute im Schatten des Terrors“, sagt der Gastgeber, aber auch: „Wir bieten jetzt einen Kontrast zur Politik des Terrors.“ Gemeint sind die Gipfelergebnisse der G 8.

Afrikahilfe, Klimaschutz, Gerhard Schröders Transparenzinitiative gegen Ölspekulationen – kein „business as usual“, aber der demonstrative Versuch, in den knapp 30 Stunden seit den Explosionen die vereinbarte Tagesordnung abzuarbeiten. „Wir werden nichts blockieren“, hatte Gerhard Schröder als Marschroute ausgegeben. Allerdings warnte der Kanzler, bei der Entwicklungshilfe „nur auf die Summen zu schauen“. Die plakative

Forderung, bis 2010 die Entwicklungshilfe auf 50 Milliarden Dollar zu verdoppeln, hatte Tony Blair aufgestellt – die Live-Aid-Organisatoren Bob Geldof und Bono von der Rockgruppe U2 hatten im Vorfeld des Gipfels und beim Treffen in Gleneagles dafür getrommelt.

Beim Thema Klimaschutz Enttäuschung der Umweltverbände: „Ein Gipfel der verpassten Chance“, urteilte der WWF. Die Staats- und Regierungschefs hatten eine heikle Aufgabe zu bewältigen: Alle G8-Länder – mit Ausnahme der USA – haben das Kyoto-Protokoll mit verbindlichen Zielen und Zeitvorgaben zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase ratifiziert. Da wurde es von deutscher Seite schon als Erfolg gewertet, dass das Wort „Kyoto“ im Abschlussdokument genannt wird, wenn auch unverbindlich. Dass Klimawandel im Abschlussdokument als Problem anerkannt wird, veranlasste Jennifer Morgan vom Klimaschutzprogramm des WWF zum sarkastischen Kommentar: „Das ist in etwa so, als ob die Staats- und Regierungschefs anerkennen, dass die Erde keine Scheibe ist.“

Blair kündigte jedoch an, dass im November ein „Dialog“ der Staaten über Klimaschutz beginnen soll. Der Kanzler und sein Tross waren bemüht, die Erfolge herauszustellen: Die Transparenzinitiative für Öl sei auf breite Unterstützung gestoßen. Mehr Durchblick auf den Märkten als Rezept gegen Spekulanten, die den Ölpreis künstlich nach oben treiben. Ein Dollar pro Barrel belaste Deutschland mit einer Milliarde Euro. Sinkende Preise wären ein Konjunkturprogramm.

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