Friesland - Das Thema wurde lange und emotional in der Öffentlichkeit diskutiert, doch in seiner Sitzung am Donnerstag bestätigte nun der Mobilitätsausschuss des Landkreises Friesland das Votum der Gremien von Februar 2012: auf die Wiedereinführung des JEV-Kennzeichens soll verzichtet werden.

Die Ablehnung erfolgte bei einer Enthaltung und der Gegenstimme von Siegfried Harms (SWG). Jevers Altbürgermeister hatte sich zuvor abermals für die Wiedereinführung von JEV als Ergänzung zu FRI stark gemacht: „Man sollte den Bürgerwunsch respektieren, zumal die Leute die Kosten ja selbst tragen würden.“

Harms wies in diesem Zusammenhang auch auf die Online-Befragung der NWZ  hin, in der sich 64 Prozent der 762 teilnehmenden Bürger für die Wiedereinführung von JEV ausgesprochen hatten.

Eine Initiative auf der Online-Plattform des Landkreises vom Jeveraner Peter Lamprecht, der bei der Sitzung anwesend war, endete unentschieden – hier hatten sich allerdings deutlich weniger Bürger beteiligt.

Als Grund für die Ablehnung führte Thorsten Hinrichs, Fachbereichsleiter Straßenverkehr, erneut die angeblichen Mehrkosten für den Kreis sowie die Klammer-Funktion des FRI-Kennzeichens an.

Den Klammer-Begriff hatte Frieslands Landrat Sven Ambrosy nach der ersten Ablehnung der JEV-Wiedereinführung im Kreisausschuss im Februar 2012 eingeführt. Das Kennzeichen solle die Identifikation der Bürger in Nord- und Südkreis mit Friesland fördern.

Genau dies soll nun auch ein Aufkleber erreichen, der nach dem Beschluss von Kreisrätin Silke Vogelbusch vorgestellt wurde. Dieser liegt ab sofort im Landkreisgebäude und in den Rathäusern aus.

Ist das Thema JEV nun also erledigt? Ausschussmitglied Axel Neugebauer ist nicht sicher: „Wenn es zur Fusion Frieslands mit Wilhelmshaven kommt, geht die Diskussion wohl wieder von vorne los.“