Berlin - Die Bundesregierung plant eine Vereinheitlichung der Pflegeausbildung in Deutschland. „Die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden reformiert und zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt“, heißt es in der Kabinettsvorlage, die unserer Berliner Redaktion vorliegt. „Die bestehende Dreigliederung der Pflegeberufe wird aufgehoben.“

Ergänzend zur fachberuflichen Pflegeausbildung werde eine gesetzliche Grundlage für eine Pflegeausbildung an Hochschulen geschaffen. „Die neue Ausbildung bereitet auf einen universellen Einsatz in allen allgemeinen Arbeitsfeldern der Pflege vor, erleichtert einen Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen und eröffnet zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten“, heißt es in der Vorlage weiter.

Die CSU sieht noch „erheblichen Gesprächsbedarf“ mit Blick auf die Pläne. „Eine dreijährige akademische Ausbildung neben einer dreijährigen dualen Ausbildung zu platzieren, führt zweifellos zur Akademisierung. Das wollen wir nicht“, erklärte Max Straubinger, Parlamentarischer Geschäftsführer des CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion. „Zudem kann es nicht angehen, dass Beitragsmittel der Pflegeversicherung zur Finanzierung der Ausbildung eingesetzt werden“, ergänzte Straubinger.