Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kriminalität Prävention soll professioneller werden

Horst Lohe

EINSWARDEN - Präventionsarbeit muss in Nordenham nicht neu erfunden werden. Der seit 1996 bestehende Präventionsrat leistet hervorragende Arbeit zur Verhinderung von Kriminaldelikten und zur Aufklärung von Suchtgefahren. Vorwiegend kümmert sich das Gremium dabei um die Belange von Kindern und Jugendlichen. Jetzt soll darauf aufbauend versucht werden, weitere Akteure hinzuzugewinnen und weitere Betätigungsfelder zu erschließen.

Das hat Nordenhams Polizeichef Michael Hasselmann Freitagabend zum Auftakt eines Workshops im Kinder- und Jugendhaus Einswarden vor etwa 30 Teilnehmern deutlich gemacht. Ähnlich lobte Bürgermeister Hans Francksen die bisher geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Im Zuge einer Neuausrichtung soll sich Präventionsarbeit in Nordenham in Zukunft somit auch mit Folgen des demografischen Wandels, mit Gewaltfragen oder etwa auch mit Internetkriminalität beschäftigen.

Dafür sind mehr ehrenamtlich Engagierte als bisher und aus zusätzlichen Lebensbereichen notwendig. Deshalb soll zunächst die Struktur der Präventionsarbeit verbessert werden – aufbauend auf das beeindruckende bisherige ehrenamtliche Engagement.

Lenkungsausschuss

Es soll ein Lenkungsausschuss gebildet werden, der die Vielzahl unterschiedlicher Akteure und Aktivitäten koordiniert und bündelt. Geleitet werden soll dieses neue Gremium vom Polizeichef und vom Bürgermeister der Stadt. Denn Präventionsarbeit gehört zu den Pflichtaufgaben eines Bürgermeisters.

Es gehe auch um eine Präventionskultur, sagte Freitagabend zum Auftakt Bernd Strauch. Er ist Vorsitzender des Kommunalen Kriminalpräventionsrates Hannover und Bürgermeister der Landeshauptstadt.

Als weitere Fachleute waren nach Einswarden gekommen: Heike Ehlers vom Team des Landespräventionsrates und Hartmut Pfeiffer, Leiter der Kriminologischen Forschungsstelle des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

Auch eine Vision

Laute Heike Ehlers geht es auch um eine Vision: Wie könnte Präventionsarbeit im Jahre 2020 in Nordenham optimal aussehen?

Dazu machten die Workshop-Teilnehmer zunächst eine Bestandsaufnahme. Zu den Teilnehmern zählte der Leiter der städtischen Jugendarbeit, Harald Golkowski. Er ist seit einem Jahr Geschäftsführer des Nordenhamer Präventionsrates, dem 15 ehrenamtlich mitarbeitende Personen als Vertreter verschiedener Institutionen und Gruppen angehören.

Im Gespräch mit der

NWZ

  sagte Harald Golkowski, was er von der angestrebten Neuausrichtung hält: „Ich finde das toll, wenn wir etwas Neues auf die Beine stellen können. Denn wenn wir mehr bewegen wollen, dann müssen wir auch andere Arbeitsformen finden.“ Harald Golkowski fügte hinzu: „Bisher sind wir in unseren Aktionen relativ beschränkt. Wenn Präventionsarbeit mehr erreichen soll, muss sie professioneller organisiert werden.“
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven