ELISABETHFEHN - Unzufrieden sind die Mitglieder der „Interessengemeinschaft Oltmann-Strenge-Straße“ über das bisherige Ergebnis eines „Runden Tisches“, der zum Ziel hat, die aufgrund des Durchgangs- und Schwerlastverkehrs belastete Verkehrssituation auf der Elisabethfehner Straße zu verbessern. „Mit Enttäuschung und Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass sowohl Landkreis als auch der Bürgermeister während des Gesprächs keinerlei Entgegenkommen gezeigt haben. Im Grunde soll alles so bleiben wie es ist“, so Herbert Kruse. Als Mitglied der Interessengemeinschaft hat er gemeinsam mit Detlev Klamm, Udo Heinrich, Horst Sydow, Herbert Fassio, Michael Beckmann, Meinhard Feldmann und Sonja Lorenz in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Gemeinderat Barßel seinem Unmut Luft gemacht.

Die Anlieger fordern zur Verbesserung ihrer Wohnsituation unter anderem eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Schwerlastverkehr auf 30 km/h sowie eine Beschränkung auf 70 km/h zwischen dem Ortsschild und der Westmarkstraße. Außerdem setzt sich die Interessengemeinschaft dafür ein, dass schwere Landmaschinen der Lohnunternehmen von ihrer Straße umgeleitet werden.

Trotz der Kritik gibt sich Bürgermeister Bernd Schulte weiterhin gesprächsbereit. „Die Geschwindigkeitsbeschränkungen fallen aber in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises. Als Gemeinde können wir aber nicht so einfach den Schwerlastverkehr von der Straße woanders hin verbannen, wo er dann auch stören würde“, entgegnete er der Kritik. Für ihn bleibt als einzige Alternative, um die Situation vor Ort zu verbessern, ein verkehrsberuhigter Ausbau der Oltmann-Strenge-Straße. Die Kosten hierfür müssten jedoch die Anlieger tragen.

„Für eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit besteht keine Notwendigkeit, weil hier keine Häufung von Unfällen, die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, festzustellen ist“, sagt Landkreis-Sprecher Ansgar Meyer. Zudem gelte auf dem überwiegenden Teil der Oltmann-Strenge-Straße bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h, deren Einhaltung vom Landkreis auch überwacht werde.

Von dieser Einschätzung lassen sich die Anlieger jedoch nicht entmutigen. „Wir wenden uns eindringlich an die im Rat vertretenen Fraktionen: Helfen Sie uns! Ganz besonders fordern wir den Bürgermeister auf, sich auch für die Menschen hier vor Ort einzusetzen“, heißt es im Schreiben.