ELSFLETH - Was macht ein Ausschuss, der keine Empfehlung aussprechen kann oder will? Er verweist das Problem in die Fraktionen. Genau das taten am Donnerstagnachmittag die Mitglieder des Bau- und Straßenausschusses sowie Landschaftsschutz der Stadt Elsfleth, als es um die Zukunft des Hausmeisterhauses bei der Grundschule Elsfleth, Lange Straße 1, ging.

Das Gebäude steht seit einiger Zeit leer und ist stark sanierungsbedürftig. Die Außenwände würden Feuchtigkeit aufnehmen, die Fugen seien marode, das Dach schlecht gedämmt und im Inneren vieles verschlissen, erläuterte Bauamtsleiter Hartmut Doyen. Darüber hatten sich die Mitglieder zuvor bei einer Begehung einen eigenen Eindruck verschafft. „Hier möchte ich nicht wohnen“, war wiederholt zu hören. Klar schien den Ratsvertretern auch, dass diese Mängel nicht alleine von einem Wasserschaden stammen können.

Doyen erläuterte die Maßnahmen, die ergriffen werden müssten, um das Haus so herzurichten, dass der Wärmeschutzverordnung entsprochen wird. Ein Gutachter habe eine Summe von 129 000 Euro ermittelt, teilte Doyen mit. Das ließ Sven Semprich (CDU) zu dem Schluss kommen, das Haus müsse abgerissen werden.

Horst Kortlang (FDP) sah dies ganz anders. Das Objekt habe eine gute Substanz und wäre erhaltenswert, erklärte er und regte an, nachzufragen, ob der Wasserschaden nicht von der Versicherung getragen würde. Er schlug eine Schritt-für-Schritt-Sanierung vor und hielt nichts von dem Gutachten.

Zudem kam der Einwand, dass man einen Hausmeister in der Nähe der Schule wohnen haben möchte. Aber gibt es eine Person, die in dieses – dann renovierte – Haus ohne Garten einziehen will? Diese und andere Fragen sollen jetzt die Fraktionen beantworten.