Elsfleth - Das Arbeitslosenzentrum in Brake soll in diesem Jahr mit 500 Euro unterstützt werden. Diesen Beschlussvorschlag fassten die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales bei ihrer jüngsten Sitzung im Elsflether Heye-Saal jedoch nicht einstimmig. Drei Mitglieder votierten gegen diesen Antrag, sechs stimmten zu.
Die Meinungen waren geteilt. Der Landkreis Wesermarsch habe seinen Zuschuss fürs Arbeitslosenzentrum erhöht, merkte beispielsweise Ingrid Miodek (CDU) an. Sie könne dem Antrag nicht zustimmen. Das Geld sollte lieber für die Jugendarbeit vor Ort verwendet werden, sagte Malte Lübben (CDU) und stimmte Miodek zu.
Anders sah es Edgar Di Benedetto (UWE). „Ich finde den Zuschuss gerechtfertigt. Höher wäre noch besser“, betonte er. Eine vernünftige Beratung sei wichtig. Schließlich habe man auch eine soziale Verantwortung, die Arbeit der Mitarbeiter in Brake sei lobenswert und müsse unterstützt werden. Er selbst werde 100 Euro spenden.
Auch für Wolfgang Nieß (SPD) ist es gerechtfertigt, dass sich die Stadt Elsfleth beteiligt. Unter den 1200 Menschen, die 2017 in Brake beraten worden seien, hätten sich auch 90 Elsflether befunden. Ein Jahr später waren es schon 128 Elsflether. Das spreche für sich. „Ich bin auf alle Fälle dafür“, betonte auch Gudrun Göhr-Weber (Bündnis 90/Die Grünen), die ebenfalls für eine finanzielle Unterstützung stimmte. Den Antrag auf finanzielle Unterstützung hatte der Förderverein des Arbeitslosenzentrums Brake gestellt.
Ein weiterer Themenschwerpunkt war der Jugendtreff an der Steinstraße. Die Grünen hatten den Antrag gestellt, Geld im Haushalt 2019 für die Ausweitung der Öffnungszeiten des Jugendtreffs bereitzustellen. Einen Bedarf von zusätzlich 10 000 Euro hatte Thomas Schnare (Fachdienst Ordnung, Jugend, Soziales) ermittelt. Er hatte mit Dr. Ilka Spieß (CVJM Wesermarsch) gesprochen. Ihre Antwort: Wenn die Stadt Elsfleth das möchte, könne man sich gerne zusammensetzen und besprechen, was perspektivisch möglich sei. Das aber bedürfe einer gewissen Vorlaufzeit. Wolfgang Nieß dazu: „Wir können nicht 10 000 Euro in den Haushalt stellen ohne zu wissen, ob das überhaupt machbar ist.“
Bürgermeisterin Brigitte Fuchs betonte, dass der Antrag für diesen Haushalt zu kurzfristig gestellt worden sei. Das gehe auch aus den Aussagen von Ilka Spieß hervor. „Wir können das nicht finanzieren“, betonte sie.
Der Antrag der Grünen wurde zwar abgelehnt, das Thema will man nicht aus den Augen verlieren, ein Konzept müsse erstellt werden. Auch möchte man Ilka Spieß in den Fachausschuss einladen.
Der Jugendtreff ist zurzeit dienstags bis donnerstags von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
