Lemwerder - Neue Betreuungszeiten werden für die Kinder der Krippe in Lemwerder gewünscht: Die Eltern der Kinder möchten, dass die Einrichtung täglich eineinhalb Stunden länger für den Nachwuchs sorgt. Dadurch soll es Müttern leichter gemacht werden, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Mit einem entsprechenden Antrag hat sich am Donnerstag der Sozialausschuss des Rates der Gemeinde Lemwerder befasst.
Bei der Sitzung im Ratssaal meldete sich auch eine Mutter zu Wort: Sophie Pelzer berichtete, wie problematisch es teilweise sei, Beruf und Familie zu verknüpfen. „Ich arbeite in Oldenburg und muss immer um 14.30 Uhr in Lemwerder sein. Mir und vielen anderen würde es helfen, wenn die Kinder eineinhalb Stunden länger in der Einrichtung blieben.“ Die Mutter versicherte, dass alle Eltern diesen Antrag mittrügen.
Derzeit werden die Kinder in der Krippe in der Regelöffnungszeit bis 13 Uhr und im Zuge von Sonderöffnungszeiten bis 14.30 Uhr betreut. Laut Verwaltung würde die verlängerte Betreuungszeit mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 13 000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Der Ausschuss vertagte letztlich die Entscheidung über den Antrag, weil zunächst noch weitere Informationen zu dem Thema gesammelt werden sollen.
Die Verwaltung teilte während der Sitzung mit, dass zusätzliches Geld benötigt werde, um die Personalkosten in den Kitas zu decken. Für den Neubau der abgebrannten Kita hat die Verwaltung im Haushalt für 2015 die Summe von 180 000 Euro eingeplant.
Im Hort gibt es 55 Plätze; er ist bis auf einen Platz ausgebucht. Zwei von 79 Plätzen sind noch im Kindergarten frei. In der Krippe, in der 15 Kinder betreut werden, gibt es keine freien Plätze mehr. Noch sechs Kinder können sich im Kindergarten Altenesch anmelden, im Kinderspielkreis Bardewisch gibt es keine freien Plätze mehr. In der CVJM-Kita ist noch Platz für zwei Kinder, komplett voll ist die dazugehörige Krippe.
