Friesoythe - Die Konfessionsgebundenheit der Marienschule in Friesoythe könnte bald Geschichte sein. Nun hat sich der Schulelternrat der Marienschule mit einem Brief an die Eltern gewandt und mitgeteilt, dass er nicht weiter auf die Konfessionsgebundenheit bestehen werde. „Wir haben uns dazu entschieden, die Beibehaltung des katholischen Status nicht weiter zu verfolgen“, sagte Elternratsvorsitzende Manuela Fuhler im Gespräch mit der NWZ .

Die Stadt wird voraussichtlich im April die Umfrage unter den Eltern auf den Weg bringen. Die Landesschulbehörde hatte die Stadt Friesoythe unlängst aufgefordert zu handeln. Denn seit geraumer Zeit schon wird gegen die erforderliche Quote verstoßen. Diese fordert, dass höchstens 30 Prozent der Grundschüler bekenntnisfremd sein dürfen.

Grundsätzlich hätte man die Marienschule gerne als religionsfreundliche Bekenntnisschule erhalten, heißt es. Der Schulelternrat hatte Gespräche geführt, um in Erfahrung zu bringen, ob es möglich sei, Bekenntnisschule zu bleiben und gleichzeitig mehr als 30 Prozent nicht-katholischer Schüler aufnehmen zu dürfen. Die Erhöhung wäre notwendig, um ein ausgeglicheneres Schülerzahlenverhältnis unter den Grundschulen im Stadtbezirk herbeizuführen. Denn während die Marienschule über freie Kapazitäten verfügt, platzt die Ludgerischule aus allen Nähten.

Die Erhöhung wäre nur in sehr engen Grenzen gesetzlich möglich, machte der Elternrat deutlich. Eine Antragsstellung hätte aus Sicht des Schulelternrates wenig Aussicht auf Erfolg.

Wie Manuela Fuhler im Gespräch mit der NWZ  verdeutlichte, würde man Gefahr laufen, auszubluten, falls man weiter an der Konfessionsgebundenheit festhalten würde. Denn dann würden die Schülerzahlen sinken.

Die Eltern werden die letzte Entscheidung haben. Vor der Umfrage der Stadt soll es eine Informationsveranstaltung geben. Die Eltern sprechen sich auch für die Aufnahme von Flüchtlingskindern aus, um die Ludgerischule zu entlasten.