Emstek - Der Mehrgenerationenpark in Emstek wächst weiter, und Bürgermeister Michael Fischer ist die Begeisterung anzumerken: Am Montagnachmittag griffen er und andere am Projekt Beteiligte zum Spaten, um den symbolische ersten Stich zum zweiten Bauabschnitt zu setzen.

Und die Ziele sind ehrgeizig: Entstehen sollen ein Amphitheater für kulturelle Veranstaltungen, ein Basketballfeld und Geräteräume. Drei Spielgeräte für alle Generationen sollen ebenfalls erstellt werden, berichtet Fischer bei einem Ortstermin, zu dem auch Vertreter der Förderer und der ausführenden Firmen erschienen waren. 300 000 Euro werden in den zweiten Abschnitt investiert. 100 000 Euro fließen an Zuschüssen aus dem Fördertopf der Europäischen Union über den Arbeitskreis Leaderregion Soesteniederung, dessen Vorsitzender Marcus Brinkmann (Bürgermeister Cappeln) ebenso beim Spatenstich dabei war wie Patricia Bonney vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, das bei der Verteilung der Gelder eine wichtige Rolle spielt. Brinkmann sagte, der Mehrgenerationenpark sei ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Europa-Gelder direkt beim Bürger landen.

Mit von der Partie waren auch Dirk Vaske (Vorsitzender) und Monika Prenger vom Arbeitskreis „Mehrgenerationenpark, der seit drei Jahren am Konzept und dessen Umsetzung direkt neben dem ehemaligen Krankenhaus arbeitet. Der Park ist mit alten Baumbestand gesegnet und idyllisch gelegen – nur wurde er bis vor kurzem nicht genutzt. „Es freut uns, dass sich das jetzt ändert“, so Faske sinngemäß. Der Arbeitskreis sei immer offen für Vorschläge aus der Bevölkerung, sagte Faske.

Fischer möchte den Park noch lebendiger gestalten. Dazu soll unter anderem ein Fitnessstudio beitragen, das „Yoga im Park“ kostenlos anbieten wird. Und überhaupt sollen in diesem zweiten Bauabschnitt, der Ende des Jahres fertig sein soll, Kultur und Aufenthalt im Mittelpunkt stehen. „Hauptsächlich möchte die Gemeinde dafür sorgen, dass auch kommunale Veranstaltungen wie Kirmes oder Weihnachtsmärkte, musikalische Darbietungen der hiesigen und auswärtiger Verein sowie Theateraufführungen der Schulen oder Kindergärten auf der Freiluftbühne im Amphitheater aufgeführt werden können“, so der Bürgermeister.

Fischer wünscht sich aber auch, dass die gemeinsame Verantwortung für das Miteinander im Mehrgenerationenpark noch wächst: „Leute, keineswegs nur Jugendliche, auch Familien, lassen ihren Müll einfach hier liegen“, kritisiert Fischer das Freizeitverhalten einiger Nutzer.