Felde - Für die am 11. September 2016 anstehenden Kommunalwahlen hat der Westersteder Stadtrat bei seiner Jahresabschlusssitzung auf Schloss Köhlmoor in Felde jegliche „Wahlzwänge“ aufgehoben. Für den Bereich der gesamten Stadtgemeinde gilt dann nur noch ein Wahlkreis. Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger: Einwohner aus den Außenbereichen können sich künftig auch für Kandidaten aus dem Stadtgebiet entscheiden, während die „Städter“ auf Wunsch für Kandidaten aus den Dörfern votieren dürfen.

Der Neuregelung stimmten 21 Ratsmitglieder zu, zehn sprachen sich in einer geheimen Wahl dagegen aus, zwei enthielten sich der Stimme. Dieses deutliche Ergebnis löste bei der SPD-Fraktion Freude aus, denn sie hatte den Änderungsantrag eingebracht.

SPD-Fraktionssprecher Uwe Kroon hatte schon vor der Abstimmung die Festlegung auf einen Wahlbereich favorisiert. „Das ist für den Bürger viel transparenter und auch demokratischer. Wir sollten uns modern aufstellen“, warb Kroon für den SPD-Antrag. Unabhängige und Grüne signalisierten im Vorfeld, sich dem Vorschlag der Sozialdemokraten anzuschließen, während Peter Drossen (FDP) erklärte, in seiner Fraktion sei man unterschiedlicher Auffassung.

CDU-Fraktionssprecher Lars Schmidt-Berg warnte vor der Einführung eines einzigen Wahlbereiches. „Die Wahlzettel mit bis zu 96 Kandidatennamen werde unübersichtlich. „Da kann ich nur sagen: Viel Spaß beim Wählen. Hoffentlich findet dann jeder seinen Favoriten wieder.“ Durchsetzen konnte sich Schmidt-Berg mit seiner Ablehnung am Ende nicht.