Seefeld - Am Ehrenmal auf dem Seefelder Friedhof ist am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages feierlich ein Kranz niedergelegt worden. Die örtlichen Vereine waren mit Fahnenabordnungen vertreten und gedachten der in den Kriegen verstorbenen Soldaten und Zivilisten.

Vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Seefelder Kirche, bei dem Pastor Walter Janßen in einem Gebet auf die Leidenenden und Opfer von Gewalt in der Neuzeit, beispielsweise in Syrien oder im Gazastreifen, einging.

Auch am Ehrenmal richtete er ein paar Worte an die Anwesenden, darunter den stellvertretenden Bürgermeister Rolf Baumann, und erinnerte an das Ende des deutschen Angriffes auf Stalingrad am 18. November 1942 vor genau 70 Jahren. Das sei der Anfang vom Ende des Krieges gewesen, den Hitler und seine Helfer über die Welt und am Ende auch über das deutsche Volk gebracht hätten. Seit dem Ende der Nazi-Zeit würden keine Heldengedenktage mehr gefeiert, sondern Volkstrauertage, erklärte Janßen.

Der Volkstrauertag schaffe zudem einen Raum und eine Zeit für das notwendige Trauern und Gedenken, es sei ein Wachhalten der Erinnerung an die menschenfeindliche Gewalt und Zerstörung, die der Krieg mit sich bringe, erklärte der Pastor weiter. Auch heute seien deutsche Soldatinnen und Soldaten im Kriegseinsatz und riskierten Leib und Leben.

„70 Jahre nach Stalingrad gibt es wieder Kriege mit deutscher Beteiligung, haben wir Verwundete zu pflegen und Gefallene zu beklagen“, konstatierte Walter Janßen in seiner Ansprache und wünschte sich vielmehr im Sinne Gottes am gemeinsamen Frieden zu bauen und ihn vorzubereiten, um einen gerechten und nachhaltigen Frieden gewinnen zu können.