• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Ermittler fassen Islamisten aus Terrornetzwerk

27.05.2017

Manchester Die Anti-Terror-Polizei in Großbritannien kommt bei ihren Ermittlungen zum Bombenanschlag von Manchester nach eigener Einschätzung zügig voran. Ein großer Teil des islamistischen Netzwerks um den Täter sei bereits gefasst, sagte der oberste Ermittler Mark Rowley am Freitag. Dennoch bleibt im ganzen Land vorerst die Terrorwarnstufe auf höchstem Niveau. Die Situation sei weiter „kritisch“, sagte Innenministerin Amber Rudd nach einer weiteren Krisensitzung des Kabinetts.

Bei der Selbstmordattacke am Montagabend auf Besucher eines Pop-Konzerts hatte Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, 22 Menschen mit in den Tod gerissen und Dutzende weitere verletzt. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wurde aber nicht regelmäßig überprüft.

Nach der Attacke hatte Großbritannien erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Sie bedeutet, dass ein weiterer Anschlag „unmittelbar“ bevorstehen könnte.

Am Freitagmorgen nahm die Polizei einen weiteren Verdächtigen im Stadtteil Moss Side von Manchester fest. Zudem durchsuchten sie zwei weitere Häuser in Moss Side und bei St. Helens westlich von Manchester. Bei dem Haus in Moss Side soll es sich laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA um den Frisörladen von Verwandten des Täters handeln.

Insgesamt zehn Menschen sind nach Angaben der Polizei zwischen Dienstag und Freitag wegen Terrorverdachts in Großbritannien festgenommen worden. Neun Männer im Alter zwischen 18 und 44 Jahren befinden sich noch in Untersuchungshaft - darunter der ältere Bruder des Attentäters, Ismail Abedi (24). Ein 44-jähriger Mann sei am Freitagabend im Stadtteil Rusholme Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei via Twitter mit.Zwei weitere Verdächtige, ein 16-jähriger Jugendlicher und eine 34-jährige Frau, seien wieder auf freiem Fuß.

In Libyen wurden nach Angaben örtlicher Milizen der Vater und der jüngere Bruder des Attentäters festgenommen. Dieser Bruder war den Angaben zufolge mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut.

US-Außenminister Rex Tillerson äußerte unterdessen sein Bedauern über die Veröffentlichung heikler Informationen zum Terroranschlag von Manchester in den USA. Sein Land übernehme die „volle Verantwortung“ für das Leck, sagte Tillerson während eines Besuchs bei seinem Amtskollegen Boris Johnson in London.

Das Vertrauen zwischen Washington und London war getrübt, nachdem US-Behörden den amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zu der Terror-Attacke zugespielt hatten. Nach einer Aussprache mit ihren US-Kollegen nahmen die Brien den Informationsaustausch am Freitag wieder auf.

Britische Sicherheitsbehörden haben nach Regierungsangaben in den vergangenen vier Jahren 18 geplante Terroranschläge vereitelt. Allein seit der Attacke im Londoner Regierungsbezirk Westminster im März seien fünf Attentate verhindert worden. Der Inlandsgeheimdienst MI5 führe zeitgleich rund 500 Ermittlungen. Jederzeit gebe es bis zu 3000 Personen, die für den Geheimdienst von besonderem Interesse seien.

Dazu sagte Sicherheitsminister Ben Wallace der BBC, die schwierigste Aufgabe sei, harte Beweise für Geheimdienstinformationen zu bekommen, bevor Verdächtige festgesetzt werden könnten. Wallace reagierte auf Kritik, dass viele mutmaßliche Gefährder den Behörden zwar bekannt seien, die Beamten aber nicht einschritten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.