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NWZonline.de Nachrichten Politik

Reisewarnung Für Schwangere: Experten warnen vor Hebammenmangel

14.07.2017

Berlin /Norderney Die Geburtenraten in Deutschland steigen – die Zahl der Hebammen sinkt. Und das sorgt besonders zur Urlaubszeit für Probleme. „Schwangere Frauen sollten sich gut überlegen, welche Gebiete innerhalb Deutschlands sie für ihren Urlaub wählen“, warnt Katharina Desery von der Elterninitiative „Mother Hood“, die eine Reisewarnung für Schwangere herausgegeben hat.

Vor allem in Großstädten gebe es erheblichen Hebammen-Mangel, in vielen ländlichen Regionen geschlossene Kreißsäle. In den Ferien seien zudem viele Hebammen selbst im Urlaub. Gewarnt wird vor allem vor Reisen nach Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hessen, hinzu kommen Ballungszentren sowie die deutschen Inseln. „Wer hochschwanger nach Sylt fährt, riskiert, sein Kind im Autozug aufs Festland zu bekommen“, sagte Desery. Auch auf Norderney gibt es seit fast fünf Jahren keine Geburtshilfe mehr. „Seitdem müssen alle aufs Festland“, sagte eine Klinik-Mitarbeiterin der NWZ.

In Niedersachsen gibt es nur noch in 75 von 182 Krankenhäusern Geburtshilfe. So hat etwa der Landkreis Diepholz zwar mehr als 200.000 Einwohner, aber keinen einzigen Kreißsaal mehr. Dass es mancherorts zu wenig Hebammen gibt, sei lange bekannt „und nicht nur ein Problem in der Urlaubszeit“, sagte Katja Dörner, Bundestagsfraktions-Vize der Grünen. Sie fordert einen „Sicherstellungszuschlag für Hebammen“ in unterversorgten Regionen.

Ein großes Problem für viele Geburtshelferinnen: Dem Deutschen Hebammenverband zufolge haben sich von 2002 bis 2017 die Haftpflichtversicherungsprämien mehr als verzehnfacht. Viele könnten diese Prämien nicht mehr erwirtschaften.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte hingegen vor „Panikmache“. Es gebe „keinen einzigen Flecken in Deutschland“, an dem eine Geburt nicht unter „höchsten medizinischen Standards“ möglich wäre.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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Robert Otto-Moog Freier Autor
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