FALKENBURG - Auch wenn der rote Ballon die Luftströmung nach Osten verpasste, der Gesamtkonvent des Lutherstifts hat sein Ziel nicht verfehlt: Mit der Wahl von Ingeborg Willemsen zur Ältesten des Diakoniekonvents ist auch das vakante Amt wieder besetzt. Bis zur nächsten turnusmäßigen Wahl im Jahr 2009 nimmt Willemsen das Amt neben Adda Dantzer wahr. In ihr Amt eingeführt wurde die Falkenburgerin am Sonntag in einem Festgottesdienst von Rainer Kiefer, Oberlandeskirchenrat der Landeskirche Hannover.
Neben der Wahl hätten sich die 87 Mitglieder des Konvents aber auch mit personellen Veränderungen und strukturellen Fragen befasst, erklärte Konventsdiakon Thomas Roth. Insofern sei die Jahreslosung „Siehe, ich will Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jes 43,19a) eine gute für das Lutherstift und für den Konvent. Der hat sich, gegründet 1920 in Rotenburg/ Wümme, insbesondere der Diakonie und der Ökumene verschrieben.
Auch aus diese Verantwortung heraus hatten sich die Verantwortlichen auch eine Aktion zum G8-Gipfel in Heiligendamm einfallen lassen. Einen Tag nachdem mit tausenden Ballonen und hunderttausenden Unterschriften in Rostock gegen die Verschuldung der Entwicklungsländer protestiert worden war, setzte auch der Konvent ein Zeichen. Auf einem ebensolchen Protestballon hatten die Mitglieder und weitere Freunde unterschrieben, als, so Roth „solidarisches Zeichen für die unverschuldet hoch verschuldeten Länder“. „Und als Symbol für Frieden und Gerechtigkeit“, betonte Diakonin Andrea Gärtig, bevor der rote Ballon sich rasch in den blauen Himmel erhob – gen Westen.
