Hude - „Die Idee ist sicher pfiffig, kein Zweifel“, sagt Bürgermeister Holger Lebedinzew zu dem Vorschlag der Kirchkimmer Firma Mehrings: Flüchtlingsunterkünfte für 55 bis 60 Menschen in Sporthallengröße bauen. Komplett ausgestattet. Und später, wenn sie für diese Zwecke nicht mehr benötigt werden, umbauen für den Sportbetrieb, um zusätzliche Hallenkapazitäten für Vereine zu schaffen – so das Modell Mehrings (NWZ berichtete).
„Wir haben das intensiv besprochen“, so der Bürgermeister. Das Ergebnis: Aus zeitlicher und finanzieller Sicht komme das für Hude derzeit nicht in Frage. „Wir benötigen schnell und günstig Unterkünfte – ohne Kosten für die Gemeinde“, sagt Lebedinzew. Das lasse sich mit den geplanten Schlichtbauten für 25 bis 30 Menschen pro Standort relativ zügig erreichen.
Beim Modell „Flüchtlingsunterkunft/später Sporthalle“ sehe das anders aus: „Wir können das nicht mal eben so bestellen“, so Lebedinzew. Finanziell sei so ein Großprojekt nicht zu stemmen, egal ob die Gemeinde selber baue oder aber eine Bürgschaft für einen Verein übernehme. Und ob es Fördermittel gebe, sei fraglich, da diese gerade für die Großprojekte Kunstrasen/Leichtathletik beansprucht würden.
Der Vorschlag, eine solche Halle am Vielstedter Kirchweg aufzustellen, sei nicht einfach so zu realisieren. Das Areal sei für Sportfreiflächen ausgewiesen, nicht für eine Halle. Gemeinde oder Landkreis könnten bei einem Großprojekt auch nicht einfach so den Auftrag vergeben. Es müsste zwingend ausgeschrieben werden, was wiederum weitere Zeit koste. Unter den gegebenen Erfordernissen sei das nicht das optimale Projekt.
Im NWZ -Bericht vom Sonnabend hatte sich Ralf Mehrings beklagt, dass der Bürgermeister auf seinen Vorstoß im Herbst und die Bitte um Zahlenmaterial nicht reagiert hatte. „Das war zwischen Tür und Angel bei der Info-Veranstaltung zur Flüchtlingsarbeit“, so Lebedinzew. Eine schriftliche Anfrage habe es nicht gegeben. Nach Erscheinen des NWZ -Berichts habe er mit Mehrings Kontakt aufgenommen.
