FLAMANVILLE - FLAMANVILLE/AFP - Mit einem Ultraleichtflugzeug hat ein Mitglied der Umweltschutzorganisation Greenpeace am Donnerstag das Atomkraftwerk Flamanville in Nordfrankreich überflogen, bevor er auf dem Gelände notlanden musste. Nach Angaben der Polizei wurde der Atomkraftgegner von Ordnungskräften festgenommen. Er habe mit seiner Aktion zeigen wollen, dass der Luftraum über dem Kraftwerk sehr wenig kontrolliert werde, erläuterte Yannick Rousselet.
„Im Gegensatz zu dem, was uns die Behörden sagen, kann bei einem möglichen Angriff aus der Luft auf ein Atomkraftwerk niemand rechtzeitig reagieren“, betonte der Franzose, der bei Greenpeace in Frankreich für Atomfragen zuständig ist. Rousselet hatte ursprünglich über dem Kraftwerk ein Transparent entfalten und dann weiterfliegen wollen. Wegen eines technischen Problems musste er aber notlanden.
Auf dem Gelände des Atomkraftwerkes will der französische Stromriese EDF bis 2012 den ersten Druckwasserreaktor Frankreichs errichten. Gegen diese Pläne hatten im April zehntausende Menschen protestiert, da Frankreich damit de facto die Weichen für eine neue Ära der Atomkraft stellen würde.
Auf dem
Gelände soll ein Druckwasserreaktor errichtet werden
