Berlin/Mailand/Duisburg - Vier Tage nach dem Anschlag von Berlin ist die Flucht des mutmaßlichen Attentäters beendet: Der gesuchte Tunesier Anis Amri wurde am Freitagmorgen in Italien bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
Am Vormittag teilte Italiens Innenminister Marco Minniti mit, dass Amri in der Nacht zu Freitag bei Mailand von Polizisten erkannt worden sei. Der Verdächtige habe sofort eine Pistole gezogen und sei daraufhin von einem Polizisten erschossen worden.
„Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht“, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. Er und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dankten den italienischen Polizisten und Behörden für ihre Arbeit.
Zugleich wiesen beide darauf hin, dass die Terrorgefahr in Deutschland damit nicht gebannt sei. „Wir können zum Ende dieser Woche erleichtert sein, dass eine akute Gefahr beendet ist“, sagte Merkel.
Wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags auf das riesige Einkaufszentrum Centro Oberhausen hat die Polizei am Freitag zwei Männer festgenommen.
Nach einem Hinweis aus Sicherheitskreisen drangen Spezialeinheiten in der Nacht zum Freitag in eine Wohnung im Duisburger Stadtteil Marxloh ein. Die beiden Verdächtigen, zwei im Kosovo geborene Brüder im Alter von 28 und 31 Jahren, sitzen in Gewahrsam. Unmittelbar habe keine Anschlagsabsicht bestanden.
