Oldenburg - Am Vordach des Eingangs steht noch der Name „Park-Hotel“. Als Beherbergungs- und Verpflegungsbetrieb wird das dreistöckige Gebäude an der Cloppenburger Straße aber schon seit dem Frühjahr nicht mehr geführt. Seit kurzem sind die Hotelzimmer aber wieder belegt. Die Stadt als neue Eigentümerin nutzt das ehemalige Hotel als Asylbewerberunterkunft. Nach dem Heim an der Gaußstraße ist es die zweite größere Einrichtung dieser Art in Oldenburg.
Nach Abschluss der Umbauarbeiten zogen bereits vor drei Wochen die ersten Asylbewerber in das frühere Hotelgebäude an der Cloppenburger Straße. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch auf Anfrage berichtete, leben inzwischen 31 Flüchtlinge, darunter fünf Kinder, in der Unterkunft. Sie kommen aus dem Iran, Syrien und dem Irak. Bis zu 50 Menschen will die Stadt im Hotelgebäude unterbringen.
Nach Auskunft von Manfred Lange, Fachdienstleiter im Sozialamt, stehen die Kirchengemeinden in der Nachbarschaft schon in regem Kontakt mit den Flüchtlingen. Auch die Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück kümmere sich. Gesucht würden noch Fahrräder und Spielsachen.
Derzeit trägt die Verwaltung noch selbst die Verantwortung für den Betrieb des Hauses. Nach Auskunft von Annika Milz vom Pressebüro erfolgte zwischenzeitlich bereits eine Ausschreibung. Den Zuschlag habe die Firma European Homecare mit Sitz in Essen (Nordrhein-Westfalen) erhalten. Zum 1. Januar 2013 soll die Übergabe erfolgen. Das europaweit tätige Unternehmen betreibt bereits im Auftrag der Stadt das Asylheim an der Gaußstraße.
Trotz der neuen Einrichtung benötigt die Stadt weitere Unterkünfte. 490 Flüchtlinge wurden in den vergangenen anderthalb Jahren zwar aufgenommen, um die Vorgaben des Landes zu erfüllen, müssen bis Ende März 2013 noch 70 Flüchtlinge untergebracht werden.
