Hude - Dass es oft nicht einfach ist, in Hude Wohnraum zu finden, ist bekannt. Vor diesem Problem stehen jetzt auch das Huder Netzwerk Asyl und die Gemeindeverwaltung. Gemeinsam wird versucht, Wohnraum für Asylanten zu organisieren, die als solche anerkannt sind.
„Wer den Asylantenstatus hat, verliert seinen Anspruch auf eine von der Kommune gestellte Wohnung“, erklärte Bürgermeister Holger Lebedinzew während eines Pressegespräches. Ein anerkannter Flüchtling müsse sich eine eigene Wohnung suchen und bezahlen, wenn ein Job vorhanden sei. Ansonsten müsse die Wohnung über die Leistungsbezüge finanziert werden, die Arbeitssuchenden laut Sozialgesetzbuch II zustehen.
„Es ist für alle Beteiligten am einfachsten, wenn wir die Vermieter der Wohnungen, in denen die Flüchtlinge jetzt leben, überzeugen können, neue Mietverträge mit den Bewohnern zu schließen“, sagt Gundula Brunken. Die Leiterin des Sozialamtes der Gemeinde Hude und Flüchtlingsbeauftragte arbeite derzeit an einer solchen Lösung.
Damit ist aber das Problem noch nicht gelöst. „Einige der vielen Wohnungen, die damals unter Druck angemietet wurden, waren nicht im besten Zustand“, berichtet Wulf Wolke vom Huder Netzwerk Asyl. „Jetzt, wo die Bewohner sich ihre Wohnung selber suchen dürfen, wollen die natürlich ihre Wohnsituation verbessern.“ Es fehlt also an Wohnraum. Insgesamt wohnen aktuell 294 Flüchtlinge in der Gemeinde Hude. „Rund die Hälfte dieser Menschen muss sich jetzt oder in absehbarer Zeit um eine Wohnung kümmern“, berichtet Bürgermeister Lebedinzew.
Deshalb seien Menschen, die Wohnraum vermieten können, aufgerufen, sich zu melden. „Die Mieter sind handverlesen“, garantiert Lebedinzew.
Pünktliche Mietzahlungen könne er auch garantieren, solange die Gemeinde verantwortlich sei. „Solange Sozialleistungen über die Gemeinde bezogen werden, können wir das Geld direkt an die Vermieter überweisen.“
