In Wüsting sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Im März fand im Gemeindesaal eine Informationsveranstaltung zur Gründung eines Netzwerks Asyl in Wüsting statt. Mareike Vogt hat sich der Organisation angenommen.
Frau Vogt, sind in Wüsting schon Flüchtlinge angekommen?
VogtNein, bisher noch nicht. Wir sind mit der Gemeinde in engem Kontakt und rechnen damit, dass sie Ende April, Anfang Mai ankommen. Sobald die Gemeinde weiß, wann die Flüchtlinge ankommen, melden sie sich bei mir.
Schritt eins war, ein „Team Willkommen“ zu gründen – ist das schon passiert?
VogtWir haben uns im März zum ersten Meinungsaustausch getroffen und da habe ich Listen rumgehen lassen. Daraus ist das Netzwerk Asyl für Wüsting entstanden. Jeder kann sich entscheiden, in welchem Bereich er mithelfen möchte. Nun warten wir ab, bis die Flüchtlinge kommen. Aber das Team Willkommen steht in den Startlöchern. Es gibt einen E-Mail-Verteiler und sobald wir wissen, wer genau kommt, werden wir die Wohnungen in Absprache mit der Gemeinde herrichten. Nach unserem aktuellen Wissensstand sollen acht Einzelpersonen nach Wüsting kommen.
Das große Interesse, dass es anfangs am Netzwerk Asyl gab, hat also angehalten?
VogtJa, beim ersten Treffen im Gemeindesaal waren rund 60 Personen da und davon haben sich 50 Leute gemeldet. Natürlich muss sich noch zeigen, wer sich wie viel einbringen kann, aber es gab viele Rückmeldungen.
Was steht bei Ihnen als nächstes auf dem Programm?
VogtWir warten jetzt auf die Nachricht der Gemeinde, damit das Team Willkommen seine Arbeit aufnehmen kann. Wenn sich die Flüchtlinge eingelebt haben, wollen wir ein Sommerfest organisieren. Das soll für alle Wüstinger Bürger sein, nicht nur die Leute vom Netzwerk Asyl. So können dann alle ihre neuen Mitbürger kennenlernen.
Was bewegt Sie persönlich dazu sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einzusetzen?
VogtAls der Ratsbeschluss kam, dass Flüchtlinge nach Hude kommen, habe ich einige sorgenvolle Gespräche mitverfolgt. Für mich ist dann schnell der Zeitpunkt gekommen, an dem ich gemerkt habe, dass ich etwas machen möchte, um zwischen Bürgern und Flüchtlingen zu vermitteln. Ich bin schon lange ehrenamtlich tätig und jetzt kann ich mich direkt vor Ort einsetzten.
