„Frauen droht Vereinsamung im Alter“ (NWZ vom 17. Februar)

(...) Mit großem Unverständnis habe ich die Überschrift ihres Artikels zur Ausstellungseröffnung: frauen.oldenburg – Vom Tomatenwurf zur Frauenquote – im Stadtmuseum am 16. Februar in der NWZ gelesen.

Die sehr gute und differenzierte Rede der niedersächsischen Ministerin Frau Cornelia Rundt kann doch nicht auf solch eine Headline reduziert werden.

In den Ausführungen der Ministerin bezüglich der geschlechterspezifischen, demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft ging es nicht darum, dass Frauen, weil sie ihre Männer möglicherweise überleben, vereinsamen.

In ihren Ausführungen wies die Ministerin u.a. darauf hin, dass Frauen in den Führungsetagen der Machtzentralen wie im Bank- und Finanzwesen immer noch stark unterrepräsentiert sind und das Einkommen von Frauen bei gleicher Arbeit ein vielfaches geringer als das ihrer männlichen Kollegen ist.

Frauen verdienen weniger, nehmen überwiegend eine berufliche Auszeit für die Betreuung ihrer Kleinkinder – und haben damit Ausfallzeiten in ihrer Rentenbeitragszeit. (...)

Regina Engel, Zentrum für Frauen-Geschichte e.V. Oldenburg