Hatten/Bad Sulza - Große Ehre für zwei Hatter Bürger: Anlässlich der Feier zu 25 Jahren deutsche Einheit sind Manfred Zemke und Helmut Hinrichs im thüringischen Bad Sulza für ihre Verdienste um das Zusammenwachsen von Ost und West geehrt worden. Damit wurden auch ihr Einsatz für die Freundschaft zwischen Hatten und Bad Sulza gewürdigt.

Der Sandkruger Manfred Zemke, lange Jahre Ratsherr und Fraktionsvorsitzender der Hatter CDU, durfte sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Helmut Hinrichs aus Sandkrug, langjähriger Gemeindedirektor und Bürgermeister von Hatten sowie jetziger Kreistagsvorsitzender, wurde von Bürgermeister Johannes Hertwig die Ehrenmedaille der Stadt Bad Sulza verliehen.

In seiner Festrede betonte Hertwig, dass 25 Jahre Einheit 25 Jahre Leben in Freiheit bedeuten würden und dass viele Menschen zuvor den Glauben an eine Wiedervereinigung schon verloren hätten. Er erinnerte an den Prager Frühling 1968 und an die Reformpolitik der Peristroika unter Gorbatschow.

Den „Wind der Veränderung“ hätten auch die Menschen in Ostdeutschland genutzt, um sich von den Fesseln der Bevormundung durch die friedliche Revolution 1989 zu lösen. Er dankte Michael Gorbatschow und Helmut Kohl, die das schmale Zeitfenster für die Wiedervereinigung genutzt hätten. „Heute haben wir die blühenden Landschaften, die Kohl versprochen hat – obwohl noch nicht alle Wunden geheilt werden konnten und noch gravierende wirtschaftliche und soziale Unterschiede vorhanden seien“, betonte der Bürgermeister.

Er erinnerte daran, was auch durch die Unterstützung der Freunde aus den Altbundesländern in seiner Kur- und Weinstadt entstanden sei.

Altbürgermeister Hinrichs bedankte sich für die Auszeichnung, die er stellvertretend für alle Bürger der Gemeinde Hatten entgegengenommen habe. „Einigkeit und Recht und Freiheit müssen jeden Tag aufs Neue erkämpft werden“, so Hinrichs, „auch in den nächsten 25 Jahren.“

Der Hatter Bürgermeister Christian Pundt lobte das Engagement seiner Gemeinde und versprach, die bestehenden Kontakte mit Bad Sulza und den anderen Gemeinden in Ostdeutschland aufrecht zu erhalten.