Westerstede - Es ist ein Zeichen gegen das Vergessen: In der Robert-Dannemann-Schule wurde jetzt die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) erstellte Ausstellung „14-18 Mitten in Europa“ über den 1. Weltkrieg eröffnet. In Beisein der achten Klasse von Geschichtslehrer Bernd Carstens eröffnete Schulleiter Harm-Frerich Saathoff die Ausstellung: „Niemand sollte die Schrecken dieses ersten globalen Krieges vergessen. Ich bin froh, mit wie viel Engagement und Interesse sich unsere Schüler mit dem Thema beschäftigen.“

Der Krieg wird anhand von Stellwänden und Broschüren in sechs Themenkreisen dargestellt: der Krieg, Staaten im Krieg, Deutschland im Krieg, Menschen im Krieg, nach dem Krieg und nie wieder Krieg heißen diese Kategorien, die von den Schülern auch im Unterricht behandelt werden. „Wenn wir schon das Glück haben, diese Ausstellung in unserer Schule zu sehen, dann richten wir unseren Unterricht gerne darauf aus“, sagte Lehrer Bernd Carstens.

Die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Hilke Hinrichs, lobte die Konzeption der Ausstellung und wies auf die aktuelle politische Situation hin. „Wir brauchen nur nach Osten in die Ukraine schauen und sehen wieder den Krieg in Europa. Das Thema Krieg ist immer noch aktuell“, sagte Hinrichs.

Helge Ippensen vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems ging noch weiter: „Frieden ist kein Automatismus. Wir können froh sein, dass wir zu den Generationen gehören, die keinen Krieg erlebt haben. Diese Ausstellung setzt das richtige Zeichen.“

Der Volksbund will mit der Ausstellung vor allem die Jugend für das Thema „Weltkrieg“ sensibiliseren. „Wir freuen uns, dass wieder eine Schule für das Projekt gefunden wurde. Es geht nicht nur um den Krieg an sich, sondern auch um bisher wenig beachtete Aspekte wie die Heimatfront, Antisemitismus oder Pazifisten“, sagte Marco Wingert, Bildungsreferent beim VDK. Insgesamt zwei Wochen wird die Ausstellung in der Oberschule zu sehen sein. Die Schulleitung hatte sich schon frühzeitig um die gut nachgefragte Ausstellung bemüht.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland