FRIESLAND - „Richtungswechsel“ ist eines der zentralen Stichworte des Grünen Wilhelmshavener Oberbürgermeister-Kandidaten Michael von den Berg. Wie der in Bezug auf die Zusammenarbeit der Stadt Wilhelmshaven mit dem Landkreis Friesland künftig aussehen soll, erläuterten Mitglieder der Fraktion in Stadträten und Kreistag Friesland der Grünen jetzt im Bürgerhaus Schortens.
Auch wenn in Friesland und den Nachbarkreisen die interkommunale Zusammenarbeit längst gelebte Realität ist, sehen die Grünen mit Blick auf Wilhelmshaven und Friesland noch erheblichen Handlungsbedarf. Zwar gebe es durchaus positive Ansätze der Zusammenarbeit, in vielen Bereichen arbeite jedoch immer noch jede Kommune für sich oder sogar gegen die andere.
Die Grünen wollen diese „Kirchturmpolitik“ beenden. „Ziel muss sein, dass wir hier im Nordwesten nicht als Stadt A oder als Landkreis B auftreten, sondern als geschlossene Region“, so von den Berg. Themen, bei denen die Zusammenarbeit verbessert werden könne, gebe es mehr als genug. Als Beispiele nannte er Tourismus, Gesundheitswesen, Verwaltung, Berufsbildende Schulen und den öffentlichen Nahverkehr. Bestehende Kooperationen wie etwa die JadeBay-Entwicklungsgesellschaft, die gemeinsame Leitstelle und das Veterinäramt müssten ausgebaut und intensiviert werden.
In allen Bereichen müssten intensive Gespräche „auf Augenhöhe“ geführt werden, forderte von den Berg. „Wenn ich A sage, dann meine ich auch A und handle anschließend auch A“, versprach der 49-jährige Wilhelmshavener Kaufmann. Er geht davon aus, dass die Grünen sowohl in Friesland als auch in Wilhelmshaven nach der Wahl am 11. September deutlich mehr Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeiten haben werden.
