Friesland - Das Geld für die Kitas im Landkreis Friesland fließt ab dem 1. August. Das hat der Kreistag am Mittwochnachmittag bei der öffentlichen Sitzung im Schulmuseum Bohlenbergerfeld einstimmig beschlossen. Der Kreis entlastet die acht Städte und Gemeinden mit insgesamt 1,6 Millionen Euro. Jeder besetze Ganztagsplatz wird pro Jahr mit 700 Euro bezuschusst, jeder besetzte Halbtagsplatz mit 350 Euro. Dabei wird nicht unterschieden, ob das Kind einen Kindergarten oder eine Krippe besucht.

Diese Unterstützung solle aber nur der Einstieg sein, forderten die Politiker. „Wir müssen diesen Betrag in Zukunft verlässlich aufstocken“, sagte Iko Chmielewski (MMW) aus Varel. Denn durch den von der Landesregierung beschlossenen Wegfall der Kita-Gebühren kommen auf die Kommunen erhebliche Kosten zu. „Das ist sehr belastend“, sagte Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann. Angesichts des Haushaltsüberschusses des Kreises meinte Janto Just aus Schortens (WFF): „Es ist unbedingt richtig, die Kommunen zu unterstützen. Aber es könnte noch mehr sein.“

Für eine Verlässlichkeit setzte sich auch Ulrike Schlieper aus Sande (SPD) ein. „Wir haben Wort gehalten, aber wir sollten über die Höhe von Jahr zu Jahr neu entscheiden.“ Dem stimmte Gerhard Ratzel (Schortens) von der FDP zu. Denn, so meinte er: „Den Kommunen des Landkreises geht es nicht schlechter als dem Landkreis.“

Um die Bezuschussung muss sich indes der im Bau befindliche Kindergarten „Waldviertel“ in Varel keine Sorgen machen. Auch wenn er erst am 15. September anstatt 1. August eröffnet wird, erhält er die gleiche Förderung. „Alles andere wäre unfair, denn die Gründe liegen ja nicht bei der Stadt“, sagte Landrat Sven Ambrosy. Das schlechte Wetter im Winter sorgte für die Verzögerung.

Olaf Ulbrich
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.)