FRIESOYTHE - Die Vollendung der Entlastungsstraße um Friesoythe herum nimmt konkrete Formen an. Während die Strecke von der Barßeler Straße über den Grünen Hof bis zur B 72 bereits fertiggestellt ist, gibt es jetzt auch einen Plan für den Lückenschluss zwischen Pehmertanger Weg/B 72 und Ellerbrocker Straße/Neuscharreler Straße. Der südwestliche Trassenverlauf wurde am Mittwochabend auf der Sitzung des Straßen-, Wege- und Kanalisationsausschusses der Stadt Friesoythe vorgestellt.
Demnach wird die südöstliche Entlastungsstraße von der B 72 weitergeführt bis zur Straße „In den Späten“, dort verläuft sie parallel zu „In den Späten“ und mündet kurz vor der Neuscharreler Straße auf die Ellerbrocker Straße. Dort soll ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Von dort aus wird dann die Neuscharreler Straße beginnen und nach einem neuen Teilstück in die vorhandene Straße übergehen. Die Kosten werden bei rund 1,5 Millionen Euro liegen.
Wie Fachbereichsleiter Peter Fabian auf der Sitzung mitteilte, haben im Vorfeld sieben Trassenvarianten zur Auswahl gestanden. Die Entscheidung sei dann auf die jetzt vorgestellte Variante gefallen. Bei einigen Anliegern gebe es aber erhebliche Bedenken, sagte Fabian. Sie möchten, dass die Trasse etwas nördlicher verläuft (siehe Info-Kasten).
Dieses Ansinnen wurde aber mit CDU-Mehrheit abgelehnt. Eine Trassenverlegung mache keinen Sinn und würde unnötig Planungszeit in Anspruch nehmen, sagte CDU-Ratsherr Karl-Heinz Krone. Und die habe die Stadt laut CDU-Ratsherr Josef Trenkamp nicht. Falls die Bundesregierung kurzfristig ein Förderprogramm für kommunale Straßen auflegen würde, habe man die Pläne für die Entlastungsstraße dann fertig in der Schublade. Die CDU-Fraktion werde an dem Plan festhalten, eine Verlegung werde es nicht geben, so Trenkamp, der zudem vermutet: „Ich habe den Eindruck, die Anlieger wollen mit ihrem Antrag die Planung verzögern.“
„Ich würde mir wünschen, wir finden mit den Anliegern eine gemeinsame Lösung“, sagte SPD-Ratsfrau Renate Geuter. Sie sehe keinen Zeitdruck und könne nicht nachvollziehen, warum die Chance um Einvernehmen mit den Bürgern vertan werde.
„Das Ziel muss eine einvernehmliche Lösung sein. Das erspart Ärger“, sagte auch Bürgermeister Johann Wimberg. Die Verwaltung habe daher auch einen Kompromissvorschlag erarbeitet, der auf die Wünsche der Anlieger eingeht. Dieser wurde auf der Ausschusssitzung aber mit Stimmen der Union abgelehnt. „Das ist für die betroffenen Anlieger sicher nicht glücklich“, so Wimberg.
Anlieger wünschen sich kleine Veränderungen des Trassenverlaufes
