Friesoythe - Auf der nächsten Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH (Wibef) geht es um nichts Geringeres als die Zukunft dieser Gesellschaft. Laut einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion soll auf der öffentlichen Sitzung am Montag, 22. Oktober, um 18 Uhr im Sitzungssaal im Rathaus am Stadtpark über die Auflösung der Wibef beraten werden.
Weiter geht es unter anderem um den Investorenvertrag mit der Firma Depenbrock, die das 2014 eröffnete Aquaferrum im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft gebaut hat und noch über 20 Jahre für Instandhaltungsmaßnahmen aufkommen muss. Es gibt Überlegungen, den Investorenvertrag seitens der Wibef zu kündigen.
Auf der Tagesordnung steht auch die Vorstellung einer gutachterlichen Stellungnahme zum Saunabetrieb im Aquaferrum. Die Saunaauflösung ist aber ja schon bereits vom Rat beschlossen worden. Auf der Sitzung wird auch die wirtschaftliche Entwicklung der Wibef im Jahr 2018 vorgestellt.
Die Wibef ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe. Unter ihrem Dach befinden sich die beiden Rathausimmobilien in der Stadtmitte und am Stadtpark, mehrere Photovoltaikanlagen sowie die sechs Millionen Euro schwere EWE-Netzbeteiligung. Außerdem wird das Aquaferrum von der Gesellschaft betrieben und finanziell abgewickelt. Die Wibef ist mit mehreren Millionen Euro hoch verschuldet. Ohne eine jährliche Finanzzusage von fast einer Million Euro pro Jahr durch den städtischen Haushalt, sprich durch Steuermittel, würde die Insolvenz drohen.
Mitglieder der Gesellschafterversammlung sind neben der Geschäftsführerin Heidrun Hamjediers, dem Bürgermeister Sven Stratmann sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Böckmann alle Mitglieder des Friesoyther Stadtrates.
