FRIESOYTHE - Friesoythe/lai Widerspruch gegen den derzeit öffentlich ausgelegten Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 193 „Barßeler Straße/Hexenberg“ der Stadt Friesoythe hat nach zwei Umweltverbänden – die NWZ berichtete – auch Hexenberg-Anlieger Gerhard Sprock eingelegt. Er wendet sich gegen die geplante Abholzung von Eichen und die vorgesehene Entfernung der Wallhecke, damit an dieser Stelle ein Verbrauchermarkt angesiedelt werden kann. Weitere 53 Bewohner aus dem Baugebiet „Hexenberg“ haben sich mit einer Unterschriftenliste diesem Widerspruch von Gerhard Sprock angeschlossen.
Im Bebauungsplanentwurf der Stadt sei entlang der Straße „Hexenberg“ ein nur drei Meter breiter Grünstreifen eingeplant. Sprock in seinem Widerspruch an die Stadt Friesoythe: „Daraus interpretiere ich die Möglichkeit, dass der zukünftige Investor die aus meiner Sicht als kulturhistorisch und wertvoll einzustufende Restwallhecke inklusive des teilweise über hundertjährigen Eichenbestandes fällen darf.“ Diese Annahme werde in den Erläuterungen zur Plankonzeption erhärtet. Der historische Eichenbestand müsse gefällt werden, schreibt Sprock, „damit wir zukünftig noch eine weitere unnötige Möglichkeit haben, um Wurst Eier und Brötchen einzukaufen. Darauf möchte ich persönlich zum Wohle der Eichen gerne verzichten.“
Sprock äußert die Hoffnung, dass sein Einspruch dazu führt, dass sich die Stadt Friesoythe nach anderen Planungsmöglichkeiten umsieht. Dann könnten sich auch künftige Generationen an dieser „vermutlich letzten innerstädtischen Wallhecke“ erfreuen. Die Anwohner rechnen mit einer Partei übergreifenden Unterstützung ihres Anliegens durch die Mitglieder des Stadtrates, die über den Einspruch zu entscheiden hätten.
