FRIESOYTHE - Dichte, meterhohe Tannen säumen die kleine Einfahrt an der Altenoyther Straße. Rasen, Hecken und Sträucher sind akkurat gestutzt. Durch den gepflegten, weitläufigen Vorgarten führt ein kleiner Weg die Einfahrt hinauf zu einem beige und rot geklinkerten Haus, dessen rotes Dach spitz zuläuft. Hier, direkt am Fehnenmoor gelegen, haben sich Ralf und Ursula Eggers ihren Traum vom Eigenheim im Grünen erfüllt.
Die Ruhe fehlte einfach
„Beinahe wären wir schon vor zehn Jahren hier in der Region gelandet“, erzählt Ralf Eggers. Der 56-jährige hat es sich in einer Sitzecke in der Küche gemütlich gemacht. „In Barßel, wo auch meine Eltern wohnen, hatten wir bereits ein Haus in Aussicht, mit der Versetzung nach Leer hat es aber damals nicht geklappt“, so Eggers weiter.
Also bleiben die Eggers weitere zehn Jahre in Erkrath wohnen, wo Ralf Eggers als Fernmeldehandwerker arbeitet. „Wir fühlten uns dort aber zuletzt nicht mehr wohl, bewohnten ein Acht-Parteien-Wohnhaus. Es fehlte uns einfach an Ruhe“, erzählt Ursula Eggers. Und spätestens als Ralf Eggers dann vor sechs Jahren einen Herzinfarkt erleidet, steht für beide fest, dass ihre Zukunft dort liegen wird, wo beide Ruhe finden können. Ursula Eggers: „Land und Leute hier sind nicht so hektisch. Das gefällt uns.“
Anfang 2010 ging Ralf Eggers dann in den Ruhestand. Als beide das Haus in Edewechterdamm im Internet entdeckt hatten, wussten beide sofort: „Das ist es.“
Die Einzige, die bei Eggers jetzt hin und wieder die Ruhe stört, ist Husky Kira. Die weiß-graue Hundedame spielt im Alltag der Eggers eine Hauptrolle. Ralf Eggers: „In Erkrath hatten wir weder Zeit noch Platz für einen Hund. Hier kann man jeden Tag lange Spaziergänge machen. Wir sind oft in Bad Zwischenahn, Friesoythe und umzu unterwegs.“
Mitbewohner namens Pauli
Nur eines missfällt den Eggers an ihrer neuen Heimat. Genauer gesagt jemand. Ein unliebsamer Mitbewohner namens „Pauli“ – dieser hat sich aber nicht im Haus der Eggers breit gemacht, sondern in deren Garten.
Pauli ist nämlich ein Maulwurf und schickt sich an, die üppige Rasenfläche des Gartens nach seinem Gutdünken umzugestalten. „Was der hier will, weiß ich wirklich nicht. Im Wald hätte er doch viel mehr Platz“, scherzt Ralf Eggers.
