Friesoythe - Der Bookgastweg in Friesoythe befindet sich in einem extrem schlechten Zustand und soll ausgebaut werden. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Straßen-, Wege- und Kanalisationsausschusses am Mittwochabend im Rathaus am Stadtpark. Die Kosten für den rund 550 Meter langen Ausbau zwischen Koppelweg und Barßeler Straße betragen rund 578 000 Euro. Darin enthalten sind auch 60 000 Euro für ein bereits fertiggestelltes Teilstück der Straße. Die Anlieger werden sich laut Erschließungsbeitragssatzung mit 90 Prozent an den Kosten beteiligen müssen.

Die Anlieger sind allerdings der Auffassung, dass sie für die Fahrbahn nur 75 Prozent zahlen müssen, da der Bookgastweg Anfang der 1970er Jahre unter freiwilliger Beteiligung der Anlieger als Wirtschaftsweg ausgebaut wurde. Daher sei der jetzige Ausbau nicht als erstmalige endgültige Herstellung zu verstehen. Diesem Ansatz folgten die Ausschussmitglieder aber nicht.

Ausgebaut werden soll auch der Koppelweg, der sich ebenfalls in einem schlechten Zustand befindet. Hier sind Kosten in Höhe von rund 220 000 Euro veranschlagt. Die Anlieger sind mit dem Erschließungsplan aber nicht einverstanden. So sind die Anwohner der Meinung, dass die Kreuzung Bookgastweg/Koppelweg/Fliederstraße verkehrsberuhigt ausgebaut werden muss. Hier ist sogar die Sperrung der Fliederstraße ins Spiel gebracht worden. Außerdem müsse der Ausbau erst erfolgen, nachdem der Bookgastweg fertig ist. Der Plan soll nun überarbeitet und dann den Anliegern vorgelegt werden. Mit einem Ausbau der Straße ist vor 2019 aber nicht zu rechnen.

Auf Eis liegt auch der Ausbau der Vitusstraße in Altenoythe. „Die Beiträge würden einige Anlieger überfordern“, sagte CDU-Ratsherr Gerd Stratmann aus Altenoythe. 140 000 Euro soll das 176 Meter lange Teilstück von der Altenoyther Straße bis zur ersten Kurve kosten. 90 Prozent Anliegerbeitrag werden aufgerufen. Doch die Anwohner sind der Meinung, dass die Straße in einem hohen Anteil etwa von Fahrzeugen des Caritas-Vereins, von Bewohnern aus nachfolgenden Baugebieten sowie als Verbindung nach Eggershausen genutzt werde.

Die Stadtverwaltung schlug vor, die Baumaßnahme dennoch wie vorgesehen durchzuführen, da sich der Straßenabschnitt in einem schlechten baulichen Zustand befinde. Doch das lehnten die CDU/FDP-Fraktion und die SPD-Fraktion geschlossen ab. Es sollen zunächst weitere Gespräche mit den Anliegern geführt werden und geprüft werden, ob sich auch Dritte (zum Beispiel der Caritas-Verein oder Landwirte) an den Kosten beteiligen können.