FRIESOYTHE - Eine Strecke von 70 bis 80 Kilometern ist Dennis Bley jeden Tag mit dem Transporter des Friesoyther St.-Marien-Krankenhauses unterwegs. Der 19-jährige Zivildienstleistende fährt damit die Mahlzeiten zu den Senioren sowie zu den Schulen und weiteren Einrichtungen. Das sind fast 200 Portionen am Tag für den Fahrdienst von „Essen auf Rädern“. Während „Zivi“ Bley mit der Route sonst keine Probleme hat, machen ihm das Glatteis und der Schnee zur Zeit zu schaffen. „Vor allem auf den Höfen ist es sehr glatt“, sagt der Böseler. Und wegen der vielen Schneeberge sei es sehr schwierig, am Straßenrand zu parken. Das halte zwar auf, aber nicht ab.

Der Witterung anpassen

Bislang habe noch jeder sein Essen bekommen – trotz Schnee und Eis. „Wir fangen halt früher an“, sagt Frank Grave, Betriebsleiter der Krankenhausküche. Man versuche bei den winterlichen Straßenverhältnissen, im Vorfeld den Tag zu entzerren, um weniger unter Zeitdruck zu geraten. Somit habe es bislang keine größeren Lieferschwierigkeiten oder Wartezeiten gegeben.

Sich das Wetter aussuchen können sich auch nicht die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes in Friesoythe. „Wir fahren immer“, sagt Heinz Budde, Dienststellenleiter der Rettungsstation. Man müsse sich an die momentanen Witterungsverhältnisse anpassen. Probleme habe es bei Rettungseinsätzen daher bislang nicht gegeben. Zudem werde versucht, jeden Sanitäter durch ein Fahrsicherheitstraining für Gefahrensituationen im Straßenverkehr – dazu gehört auch Straßenglätte – zu schulen.

„Bei der Müllabfuhr dauert alles im Moment ein wenig länger“, sagt Ansgar Meyer von der Kreisverwaltung. Die Abholung klappe gut, auch wenn die Tonne mal zwei oder drei Stunden länger an der Straße steht als gewohnt. Nur in Einzelfällen könne es sein, dass der Müll nicht abgeholt werde. Das gelte vor allem für abgelegene Haushalte oder für Haushalte an nicht passierbaren Straßen.

Salzvorräte sind verbraucht

Mit glatten Straßen muss auch in den nächsten Tagen gerechnet werden, denn das Salzlager der Straßenmeisterei in Friesoythe, von wo aus 380 Straßenkilometer im gesamten Nordkreis gestreut werden, ist leer. „Die Vorräte reichen nicht einmal mehr für einen Streudurchgang“, sagt Bauamtsrat Holger Schaaf. Man warte dringend auf die nächste Ladung. Läuft alles nach Plan, werden an diesem Donnerstag 75 Tonnen geliefert.