So spektakulär das Ende von WestLB-Chef Thomas Fischer auch war, es war unausweichlich. Zu groß ist der materielle Schaden – mindestens 243 Millionen Euro – für die mächtige Landesbank. Zudem hatte das Image durch die Fehlspekulationen im Eigenhandel, die sogar die Bankenaufsicht auf den Plan rief, arg gelitten.

Der Aufsichtsrat musste auch deshalb so konsequent einen Schlussstrich unter die Personalie Fischer ziehen, weil sie Erinnerungen an Vorgänger Jürgen Sengera weckte. Auch der damalige WestLB-Chef stolperte vor vier Jahren über hohe Verluste und massive Kritik der Bankenaufsicht.

Die Entscheidung für Alexander Stuhlmann als Nachfolger ist ein Befreiungsschlag. Unter dem renommierten Banker besteht berechtigte Hoffnung für die Großbank, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Als Landesbanker durch und durch verfügt er über den nötigen „Stallgeruch“, kann aber dennoch als Mann von außen ohne jede Vorbelastung die Aufklärung der Spekulationsaffäre vorantreiben.

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