Ganderkesee - Da hat es die Richtige getroffen: „Ich freue mich irre über diese Ehre“, rief Elfriede Meyer freudestrahlend ins Festzelt, nachdem GGV-Präsident Uwe Meyer und Kappen-Kollegin Christel Zießler die Ehrenkappe der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) auf ihrem Kopf befestigt hatten.

Seit Sonntag gehört die Leiterin des Kostümbörsen-Teams und Umzugs-Jurorin zum erlauchten Kreis derjenigen, die für ihre Verdienste um den Fasching mit der blauweißroten närrischen Kopfbedeckung ausgezeichnet wurden.

Vorjahresträger Karsten Kolloge war aus gesundheitlichen Gründen verhindert, hatte aber eine gereimte Laudatio verfasst, die Stefan Hinderlich, Ehrenkappenträger von 2016, verlas: „Sie tanzte gern mit Beinen flink, war Lolly Pop oder auch Schmetterling“, erinnerte er an Elfriede Meyers frühere Zeiten als Aktive bei Büttenabenden und Umzug. „Seit zehn Jahren zieht sie nun andere an, steht in der Kostümbörse ihren Mann“, hieß es weiter. Und schließlich: „Beim Umzug schaut sie dann genau, was wie getragen wird von Mann und Frau.“

Lange Jahre hat Elfriede Meyer mit den Lolly Pops auf der Büttenabend-Bühne getanzt und ist mit den „Theos“ vom Theodor-Storm-Weg um den Ring gezogen. Als die GGV in Zusammenarbeit mit der NWZ in der Session 2007/08 die Kostümbörse ins Leben rief, übernahm sie die Initiative und zwei Jahre später auch die Leitung. Der Umzugs-Jury gehört die reisefreudige Ganderkeseerin seit 2012 an.

Bevor zum Abschluss des Frühschoppens die schönsten Gruppen und Wagen prämiert wurden (Seite 34), heizten die Hengeler Weend Blaozers aus den Niederlanden, die Band „Airbuzz“ und Moderator Markus Weise die Stimmung im voll besetzten Zelt an. Weise freute sich besonders, wieder sein „Lieblingsopfer“ Christian Dürr begrüßen zu können. Diesmal durfte der FDP-Politiker sogar sitzen bleiben. „Ich habe Dir ja 100 Euro gegeben, damit ich den Stuhl behalten darf“, scherzte der Neu-Bundestagsabgeordnete mit Weise, worauf der konterte: „Erstmal bekomme ich noch 50 Euro dafür, dass ich Dir meine Stimme gegeben habe.“ Gerne, so Weise, hätte er Dürr als Außenminister begrüßt – aber aus Jamaika sei ja nichts geworden. Dann vielleicht im nächsten Jahr. . .