GANDERKESEE - Einzig der parteilose Ratsherr Peter Schierloh war nicht ganz zufrieden: Eine Nettokreditaufnahme von knapp 644 000 Euro sei eine Belastung der kommunalen Finanzen und sollte weiter reduziert werden – entweder durch die Suche nach neuen Einnahmen oder durch weitere Ausgabenreduzierungen, erklärte Schierloh am Donnerstagabend auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen. Allerdings räumte auch der Parteilose bei den Beratungen über den Nachtragshaushalt ein, dass gegenüber dem ursprünglichen Etatansatz von rund 2,4 Millionen Euro eine deutliche Verringerung der Neuverschuldung erreicht worden ist.
Da manche Baumaßnahme der Gemeinde später als geplant fertig wird, könnten bis Jahresende weniger Ausgaben anfallen als geplant, sagte Erster Gemeinderat Rainer Lange. Er sei optimistisch, dass die Gemeinde im vierten Jahr in Folge ohne neue Schulden auskommen könne.
CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach sagte, die Entwicklung der Gemeindefinanzen sei zwar ausgesprochen positiv, dürfe aber keine falschen Hoffnungen wecken. Spielräume für Mehrausgaben gebe es nicht. Für die SPD erklärte der Fraktionsvorsitzende Werner Brakmann, die Verwaltung solle an ihrer konservativen Finanzpolitik festhalten und auch künftig nicht zu optimistisch kalkulieren. Ähnlich äußerte sich auch Hans-Jürgen Hespe (FDP). Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig beschlossen.
