GANDERKESEE - Auch wenn die Parteien noch in den Startlöchern stecken, das Ziel haben sie alle schon fest im Blick: die Kommunalwahl am 11. September 2011.

Und die bringt einige Änderungen mit sich. Die wichtigste: Es wird nur noch zwei statt wie bisher vier Wahlbereiche in der Gemeinde geben. Über deren genaue Abgrenzungen wird der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 16. Dezember, befinden.

Während CDU und SPD die veränderte Gesetzeslage „akzeptieren“, freuen sich die kleineren Parteien über die Änderung: „Wir haben das ja selber beantragt“, meint Arnold Hansen. „Je weniger, desto besser für die kleinen Parteien. Die großen schöpfen aus einem riesigen Fundus an Kandidaten“, so der Vorsitzende der Freien Wähler/UWG, der selber für den Gemeinderat kandidieren will. Dort hoffen die FW mit dem ein oder anderen Mandat mehr als den zuletzt drei gewonnenen zu sitzen.

Ins selbe Horn stößt FDP-Chefin Marion Daniel: „Das kommt uns sehr gelegen. Das war seit Jahren unser Bestreben.“ In jedem Wahlbereich könnten so mehr Kandidaten aufgestellt werden. Man habe „alle motivieren können, die auch letztes Mal zur Wahl gestanden haben“. Und: „Vielleicht kommen auch noch ein paar neue dazu.“ Auch die Zielsetzung sei dieselbe: „Ich habe immer gesagt, dass wir bei jeder Wahl ein Mandat dazubekommen wollen.“

Während Daniel überzeugt ist, dass „zwei Wahlbereiche für die Gemeinde ausreichen“, sehen andere das anders: „Für die Kandidaten und Ratsmitglieder sind die großen Bereiche ungünstig“, meint der SPD-Vorsitzende Andreas Kowitz. Der Kontakt zu den Bürgern werde schwieriger, alles „ein bisschen anonymer“, befürchtet er. „Gerade in den Kommunen ist der direkte Kontakt wichtig.“ Personell werde es auf der Liste der SPD „einige neue Gesichter geben“, so Kowitz. Für die Ratsmitglieder gelte: „Es gibt keinen, der nicht mehr will.“

Bei der CDU kündigen sich große personelle Veränderungen an: Sowohl Gemeindeverbandchef Hans-H. Hubmann als auch Ursula Sachse und Heiko Ahlers wollen nach vielen Jahren Ratszugehörigkeit nicht mehr kandidieren. Seit rund drei Monaten führe seine Partei Gespräche mit möglichen Kandidaten, so Hubmann. Auch er „hätte lieber vier Wahlbereiche behalten“. Die Plätze auf den zwei Listen würden von den vier Ortsunionen nun „im Reißverschlussverfahren“ belegt.

Für Martin Brinkmann (Grüne) war der Zuschnitt der vier Bezirke hingegen bisher „eher ungünstig.“ Die Grünen fingen langsam an zu sondieren. Für die Ratsherren gilt: „Beide haben wohl Lust weiterzumachen.“

Eines haben übrigens alle Parteien gemeinsam: Neue Interessenten für eine Kandidatur sind überall willkommen.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)