GANDERKESEE - Wenn sich am Dienstag, 5. Juni, die Mitglieder des Jugendparlamentes der Gemeinde Ganderkesee zu ihrer nächsten Sitzung im Rathaus treffen, werden sie dort ab 16.45 Uhr über einheitliche Schulkleidung und den Vandalismus am Schulzentrum diskutieren. Vielleicht blicken sie aber auch noch einmal kurz auf die zurückliegenden drei Jahre zurück, die seit Gründung der Institution vergangen sind.

Als eine „dreijährige Erfolgsgeschichte“ bezeichnet dabei Dr. Christiane Goldenstedt, Ansprechpartnerin des Jugendparlamentes im Gymnasium Ganderkesee, das Projekt. Die Idee sei damals aus der französischen Partnergemeinde Château-du-Loir gekommen, die solch eine Einrichtung damals schon erprobt und installiert hatte. Während der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft beider Gemeinden sei dann die Gründung einer Jugendlichen-Mitbestimmung auch in Deutschland angeregt worden.

Und so wurden, nach einigen beratenden Sitzungen mit dem damaligen Bürgermeister Gerold Sprung, in den verschiedenen Schulformen Vertreter für das Jugendparlament gewählt. „Der erste Vorsitzende war Jonathan Gilbert, die zweite Vorsitzende Carolin Twietmeyer“, erinnert sich Christiane Goldenstedt. Schon damals sei klar gewesen: „Das Jugendparlament richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die nicht in Parteien oder Verbänden organisiert sind. Es dient nicht der parteipolitischen Bindung.“

Allerdings, das räumt Goldenstedt in ihrer Rückschau ein, seien dem Parlament auch „Krisensituationen nicht erspart geblieben“. Trotzdem könne jedoch eine „erfreuliche Zwischenbilanz“ gezogen werden. Insbesondere die derzeitige Vorsitzende Solveig Backhaus könne viele Erfolge vorweisen. Dazu zählen, so Goldenstedt, u.a. die Schwangerschafts- und Sexualberatung, die Drogenprävention und verschiedene Infoveranstaltungen (wie jüngst zum Thema „Mobbing“).