GANDERKESEE - Den Weg geebnet für zwei größere Vorhaben hat am Mittwochabend der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Gemeinde. Nach Auskunft des Ersten Gemeinderates Rainer Lange stimmten die Mitglieder mehrheitlich einer Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplans 229 „Westlich Westtangente“ zu.
Damit ist der Weg frei für einen Neubau der Raiffeisen-Warengenossenschaft, die von der Ortsmitte an die infrastrukturell besser angebundene Westtangente (siehe auch Bericht Seite 34) ziehen möchte. Die endgültige Entscheidung über die planungsrechtlichen Grundlagen obliegt dem Gemeinderat. Dieser entscheidet in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 17. Juni.
Ebenfalls unstrittig sei im Verwaltungsausschuss das Votum zum Erwerb des Geländes der Feuerwehrtechnischen Zentrale an der Urneburger Straße gewesen, so Lange. Es ist beabsichtigt, die Liegenschaft vom Landkreis zu übernehmen. Der Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss des Landkreises Oldenburg hatte in seiner März-Sitzung dem Kreistag empfohlen, die FTZ an die Gemeinde Ganderkesee zu veräußern und einen Neubau in Ganderkesee zu realisieren. Entsprechend kann der Rat nun einen formalen Beschluss für den Erwerb fassen.
Nicht beitreten wird die Gemeinde Ganderkesee indes dem Klagefonds „B 212neu“. Die Politiker sprachen sich mehrheitlich dagegen aus, da das Planfeststellungsverfahren, dessen abschließendes Ergebnis beklagt werden soll, bislang noch nicht eingeleitet worden sei und das Raumordnungsverfahren einer gerichtlichen Überprüfung nicht zugänglich sei.
