GANDERKESEE - GANDERKESEE/KK - Für die Gemeinderatswahl am 10. September haben sich Ganderkesees Grüne ehrgeizige Ziele gesteckt. Nach 6,3 Prozent im Jahr 2001 hoffe man diesmal auf mehr als 8,5 Prozent, sagte Oscar von Ewald gestern bei der Vorstellung der Kandidaten. Vier Sitze im Gemeinderat werden angestrebt, ein Mandat aus jedem Wahlbereich (zurzeit haben die Grünen zwei Sitze).
Das Wahlprogramm ist noch nicht geschrieben. Im Planungsbereich sei es im Wesentlichen eine Negierung dessen, was die FDP möchte, sagte Ratsherr Michael Sorg. Will heißen: keine Verlängerung der Westtangente, keine Ortsumgehung für Bookholzberg, keine Verlängerung der Start- und Landebahn. Im Bildungsbereich hingegen gebe es Übereinstimmungen mit den Liberalen. Wenn jetzt zum Beispiel im Gymnasium die Eltern zu Spenden für Einrichtungsgegenstände aufgefordert würden, zeige das, dass die Sparpolitik in diesem Bereich überzogen sei.
Oscar von Ewald hob auf die Umweltpolitik ab. „Das Wissen um den gleichrangigen Stellenwert von Ökologie und Ökonomie muss endlich auch Einzug halten in den Gemeinderat Ganderkesee.“ Es gehe nicht an, dass vorhandene Pflanzen- oder Tierarten wie der Eisvogel in Rethorn oder der Kammmolch „abfällig belächelt“ würden. Es handele sich immerhin um Bio-Indikatoren mit hohem Stellenwert. Die Grünen verstünden sich als Anwalt des Natur-, Umwelt-, Pflanzen- und Tierschutzes und des Landschaftsschutzes. „Wir sind bekennende Fröschezähler“, zitierte er den Grünen-Bundestagskandidaten aus dem Jahr 2005, Werner Köhler.
Für die Grünen kandidieren: im Wahlbereich I (Ganderkesee-Ort): Michael Sorg, 46; Gabriele Breitkopf, 49; Gerhard Lüllmann, 54; Wahlbereich II (Ortschaften umzu): Martin Brinkmann, 35; Wahlbereich III (Bookholzberg): Oscar von Ewald, 63; Wahlbereich IV (Nordosten der Gemeinde): Tobias Hensel, 17; Timo von den Berg, 18.
