Garrel - Die Feier des Weltgebetstages ist in der katholischen Pfarrgemeinde St.-Johannes-Baptist und der Evangelisch-lutherischen Gemeinde guter Brauch. Elf Frauen haben den diesjährigen Weltgebetstag für Garrel vorbereitet. Gebetet wurde in der Herz-Jesu-Kirche in Nikolausdorf. Die Pfarrer Paul Horst und Holger Ossowski feierten den Gottesdienst mit den Frauen.

Das Thema lautete in diesem Jahr „Steh auf und geh!“ und wurde von Frauen aus Simbabwe gestaltet. Um die Situation der Frauen in Simbabwe ein wenig nachempfinden zu können, hatten einige sich traditionelle Kleider aus dem afrikanischen Land angezogen. 120 Frauen kamen nach Nikolausdorf, um gemeinsam zu beten, zu singen und sich sich mit der Situation der Frauen in Simbabwe vertraut zu machen.

Mit einer Spende unterstützten die Frauen die Stiftung „Envision Zimbabwe Womens Trust“. Die Frauenstiftung arbeitet für eine Konfliktlösung und für eine von Frauen getragene Entwicklung in den ländlichen Distrikten des Landes. Es ergeben sich in dem Land viele Widersprüche zwischen Traditionen und Geschlechtergerechtigkeit. Besonders im Erbrecht sind Frauen stark benachteiligt. Polygamie, Zwangsheirat und vielfältige Diskriminierungen sind üblich.

Die Organisatoren des Weltgebetstages setzen sich dafür ein, dass Deutschland auf einen Teil der Schuldenrückzahlung verzichtet, weil das Land eine Tilgung nicht leisten kann. Die Schuldenhöhe beträgt 730 Millionen Euro.

Der Weltgebetstag der Frauen wird alljährlich von Frauen eines anderen Landes vorbereitet und in 120 Ländern begangen. Allein in Deutschland folgen 800 000 Frauen der Einladung zum Gebet, das von politischen Forderungen begleitet wird.