Garrel - Können Hochzeitspaare bald auch in der Museumseisenbahn am Bahnhof in Garrel die Ringe tauschen? Für Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann eine durchaus charmante Vorstellung. Jedenfalls soll diese Möglichkeit als eine Bedingung für einen Zuschuss an die Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg formuliert sein. Bisher können sich Paare standesamtlich lediglich im Rathaus Garrel das Ja-Wort geben. In der Museumseisenbahn ist das bereits jetzt auf dem Gebiet der Stadt Friesoythe möglich.

Der Verein hatte einen Zuschussantrag an die Gemeinde gestellt, weil er einen Hochzeits- und Veranstaltungs-Waggon herrichten möchte, um die Kapazitäten für Hochzeiten und Veranstaltungen zu erweitern. Dieses Vorhaben hatte der Verein bereits im Jahr 2017 verfolgt und dafür auch eine Leader-Förderung beantragt. Allerdings war das Projekt seinerzeit im Sande verlaufen. Nun soll es einen erneuten Anlauf geben.

Die Kosten für die Restaurierung kalkuliert der Verein mit 55 000 Euro. Die Gemeinde soll 2500 Euro zusteuern – ebenso wie die Stadt Cloppenburg. Weitere Zuschüsse werden aus Bösel (1250 Euro) und Friesoythe (5000 Euro) sowie vom Landkreis erhofft. Zudem sei ein gewerblicher Projektpartner eingebunden. Damit habe er „ein Problem“, sagte Joachim Rolfes (BfG).

Auf Vorschlag des Behinderten-Beauftragten Franz Koddenberg soll der Zuschuss an einen behindertengerechten Umbau geknüpft werden. Dafür sprach sich der Ausschuss mehrheitlich aus.

Prof. Dr. Markus Kemper (BfG) sieht dagegen „keinen Bedarf“ in Garrel. Auch Theo Kettmann (FDP) versagte seine Zustimmung.