GARREL - Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Garrel hat sich auf ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Schaffung eines Sondergebiets „neues Einkaufszentrum an der Nikolausdorfer Straße“ ausgesprochen. Außerdem soll der Ausbau der Industriestraße mit einem Kreisel an der Falkenberger Straße in Angriff genommen werden, so der Fraktionsvorsitzende Martin Ahrling.
Bevor der Flächennutzungsplan geändert werde, sei zu prüfen, ob die Gemeinde Garrel dieses zusätzliche Angebot ausreichend mit Kaufkraft belegen könne, sagte Ahrling. Ein unabhängiges Einzelhandelskonzept solle unter Beteiligung der Vertreter der örtlichen Wirtschaft, der Kommune, der Politik und der Bevölkerung erarbeitet werden. Damit bestätigte die Fraktion nun, was Garrels Bürgermeister Andreas Bartels bereits zum Jahresende angekündigt hatte.
In enger Zusammenarbeit mit dem Investor solle eine ortsverträgliche Planung für das Gebiet erreicht werden. Was die Kaufkraft und das Käuferverhalten betreffe, würden das gesamte Gemeindegebiet und angrenzende Bereiche in Augenschein genommen. Die Gemeinde werde ihre Planungshoheit für eine weiterhin zukunftsträchtige Gesamtentwicklung nutzen. Ahrling: „Bei einem insgesamt positiven Ausgang der Planungen können sich die Bürger schon bald über ein deutlich besseres Einzelhandelsangebot in Garrel freuen.“
Verschiedene Straßenbaumaßnahmen sind für das Jahr 2012 ebenfalls geplant. Das bedeutendste Projekt wird der letzte Bauabschnitt beim Ausbau der Industriestraße sein. In diesem Zusammenhang ist der Bau eines Kreisels an der Falkenberger Straße geplant. Gleichzeitig soll das Verladegleis vom Bahnhof zum Koppelweg verlegt werden.
Für den Wirtschaftswegebau sollen laut Fraktionsbeschluss in diesem Jahr 200 000 Euro bereitgestellt werden. Ebenfalls existiert seit Jahren der Wunsch nach dem Bau eines Radwegs an der Straße Auf´m Halskamp. Zuletzt hatte die Belegschaft der Firma Lieken vor zwei Jahren einen entsprechenden Antrag gestellt. Nun soll die Maßnahme nach Auffassung der CDU abgearbeitet werden, um den Arbeitnehmern sowie den Bewohnern des angrenzenden Industriegebiets deutlich mehr Sicherheit auf dem Weg zur Arbeit gewähren.
Alle von der CDU-Fraktion favorisierten Vorhaben müssen noch in den Fachausschüssen beraten und vom Gemeinderat abschließend beschlossen werden.
