Die würdevollen Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten, die gestern in der ganzen Welt den nahezu 3000 Opfern der 11. Septmber-Terroranschläge gewidmet waren, ließen die politische Debatte um die Reaktionen auf diese historische Herausforderung zumindest in den USA kurz verstummen. Doch schon heute rückt die amerikanische Außen- und Antiterror-Politik wieder in den Mittelpunkt des globalen Interesses. Abzuwarten bleibt dabei, ob US-Präsident George W. Bush in den letzten zweieinhalb Jahren seiner Amtszeit doch noch die Fähigkeit entwickelt, auf Kritik von außen zu reagieren und die in Europa viel kritisierte

Antiterror-Politik zumindest in Nuancen zu verändern.

Bundeskanzlerin Merkel und Innenminister Schäuble haben jetzt zu Recht die Position des US-Präsidenten kritisiert, der an den CIA-Geheimgefängnissen festhalten will und dabei auch harte Verhörmethoden billigt, die dem Begriff der Folter nahe kommen. Bush weiß aber auch, dass er langfristig die transatlantischen Partner braucht, um die USA wirklich sicherer zu machen.

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